Eine Kastration ist so ziemlich das Schlimmste, was einem Mann geschehen kann. Wodurch, wenn es nicht sein Lümmel ist, soll ein Kerl sich als wahrer Mann fühlen!? Durch Muskeln und Bartwuchs? Nein, das können Frauen auch. Es ist und bleibt der 'Johannes', der uns zum Mann macht. Heißt das, Artgenossen, die ihren Penis durch Krankheit oder Unfall verloren haben, sind keine Kerle mehr!? Nicht wirklich, denn aus ihren Zellen kann nun immer noch ein neuer Freudenspender gezüchtet werden.

Kein Quatsch: Die Forscher des Wake Forest Intitute for Regenerative Medicine im US-Bundesstaat North Carolina stehen kurz davor, im Labor gezüchtete Geschlechtsteile am Menschen zu testen. Immerhin gelang es bereits 2008, ein Hasenmännchen erfolgreich mit einem künstlichen Glied auszustatten, und so ein Rammler kennt sich schließlich aus.

Nun erhofft man sich eine Genehmigung für eine Testreihe am Menschen, oder genauer: am Mann. Denn die künstlichen Wackeldackel eigenen sich nicht für eine Geschlechtsumwandlung. Um dem hohen Risiko einer Abstoßung durch den Organismus vorzubeugen, werden körpereigene Zellen aus dem Rest des Penis eines Patienten entnommen und dann in einer Kultur für vier bis sechs Wochen zum Wachsen gebracht.

Nun drängt sich natürlich die Frage auf, ob ein derart transplantiertes Anhängsel auch erektionsfähig ist. Dies wird allerdings erst der Test erweisen müssen. Dazu der verantwortliche Direktor des Instituts, Professor Anthony Atala: "(...) um eine Genehmigung für den Menschen zu bekommen, benötigen wir alle Daten zu Sicherheit und Qualität. Wir müssen zeigen, dass unsere Materialen ungiftig sind, und müssen den Herstellungsprozess genau darlegen, Schritt für Schritt."

Klingt ein wenig wie Science-Fiction, ist aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg, Männern mit Verletzungen oder angeborenen Fehlern zu helfen. Wir von mann.tv möchten den Forschern dafür einen tiefempfundenen Dank aussprechen! Wenn sie ihn dann vielleicht noch ein kleines Stück größer züchten könnten … so 10 Zentimeter … aber nur wenn es keine Umstände macht.

Quelle: n-tv