Gehört haben wir alle schon von ihnen, und man sagt, sie haben magische Kräfte: Pheromone! Grob gesagt handelt es sich dabei um Botenstoffe, die wir mit unseren Drüsen aussondern, und welche einem anderen Individuum über den Geruchssinn bestimmte Informationen vermitteln. Die Wissenschaft konnte nun erstmals nachweisen, dass nicht nur Tiere und Pflanzen auf diesem Wege die Bereitschaft zum Paarungsakt signalisieren.

Die Natur geht seltsame Wege, und man sollte sich dabei am besten über nichts wundern. Auch nicht, wenn wir sagen, dass ausgerechnet Sperma- sowie Achselgeruch des Mannes bei Frauen eine stimmungsfördernde Wirkung hat. Umgekehrt ist es der Urin des Weibsvolkes, auf den wir Kerle anspringen. Schuld daran tragen die Stoffe Androstadienon und Estratetraenol, die laut den Studien eines chinesisch-amerikanischen Forscherteams unsere unbewusste Wahrnehmung beeinflussen. Dabei reagieren heterosexuelle Frauen nicht im geringsten auf das von ihnen abgesonderte Estratetraenol, während heterosexuelle Männer das Androstadienon vollkommen kalt ließ. Laut den Wissenschaftlern sei damit der erste Beleg erbracht, dass Menschen sexuelle Informationen anhand von Pheromonen übermitteln.

Die Literatur war da schon weiter. Der deutsche Autor Patrick Süskind beschrieb derlei Effekte – und was damit alles möglich wäre – bereits 1985 in seinem Erfolgsroman „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“. Ein Buch, das wir euch übrigens wärmstens ans Herz legen wollen.