Erst will man uns die Videospiele madigmachen, und nun sind auch noch die Pornos dran. Der Dank gebührt den Herrschaften Gert Martin Hald, Theis Lange und Neil Malamuth, die herausfinden wollten, wie sich Pornokonsum auf den Charakter auswirkt.

Zu diesem Zweck wurden für eine Studie zunächst einmal 200 Probanden im Alter von 18 bis 30 Jahren interviewt. Dem Fragenkatalog nach Vorlieben im Bereich sexuell geprägter Medien folgte ein weiterer, der sich Sozialkompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen, aber auch Nachsichtigkeit und dem Willen zur Kooperation widmete.

Aus dem Abgleich der Daten ging hervor, dass ein geringer Konsum an Schmuddelfilmchen junge Frauen vollkommen unberührt ließ, während bei den Jungs schon wenige Pornos ausreichten, um ein negatives Grundbild Frauen gegenüber herauszubilden, beziehungsweise zu festigen. Der Studie zufolge, welche im „Journal of Communication“ erschien, ein erster Schritt auf dem Weg zum professionellen Sexismus.

Für die Teilnehmer dürfte Phase zwei sehr viel interessanter gewesen sein, während der es galt, sich im Labor Erotikfilme anzusehen. Zwar kam dabei heraus, dass jene Testkandidaten, die generell weniger Sozialkompetenz an den Tag legten, je nach Heftigkeit der vollführten Akte auf dem Bildschirm, entsprechend mehr zu sexistischen Handlungen neigen – wir von mann.tv sind sprachlos und entsetzt – in welcher Form und wie genau, das bleibt der uns zugrundeliegende Artikel dem geneigten Leser jedoch schuldig.

Ist man etwa schon Sexist, wenn man nach dem Handbetrieb wortlos den Fernseher ausschaltet, und sich auf die Seite rollt, um zu schlafen? Sollte man im Sinne guten Karmas den Pornodarstellerinnen zukünftig Blumen und Dankeskarte schicken?

Wir wissen es nicht, aber eines ist mal sicher: Wer hier behauptet, übermäßiger Pornokonsum schade dem Sozialverhalten, der kann gerne mal in unserer Redaktion vorbeischauen – und ordentlich was auf die Kauleiste bekommen!