Man sollte meinen, dass man nach einem gepflegten Besuch in einer Kneipe eine größere Chance hat, eine Frau herumzukriegen, als wenn man mit ihr Essen geht. Schließlich trinken nicht nur wir Männer uns die Frauen schön, das Ganze gilt auch umgekehrt. Doch falsch gedacht. Wissenschaftler der amerikanischen Drexel Universität glauben nun im Rahmen einer Studie herausgefunden zu haben, dass Liebe tatsächlich durch den Magen geht.

Diese Erkenntnis resultierte aus Untersuchungen per Magnetresonanztomographen an 20 hungrigen und satten jungen Frauen mit Normalgewicht, denen man während der Messung ihrer Gehirnaktivitäten romantische und neutrale Bilder zeigte. Dabei zeigte sich, dass die Probandinnen mit vollem Magen wesentlich stärker auf Motive von händchenhaltenden Pärchen reagierten.

Alice Ely, eine der Autorinnen der Studie, erklärt dieses Phänomen folgendermaßen: „Anstatt ängstlich und nervös zu sein, weil man hungrig ist, kann man sich mit vollem Magen mit anderen Dingen beschäftigen“, und erläutert weiterhin: „Die Studienergebnisse legen nahe, dass Essen junge Frauen sensibler macht oder sie geistig auf Romantik vorbereitet. Wir konnten auch zeigen, dass sich Essen und Sex einen neuronalen Kreislauf teilen.“

Wir stellen also fest, dass es sich beim klassischen Candle-Light-Dinner um eine durchaus zweckführende Einrichtung handelt, und dementsprechend als romantische Tradition ruhigen Gewissens beibehalten werden darf. Ist ja auch nur gerecht, denn wenn man erst mal fest liiert ist, ist es am Weibe, dem Mann mit ihren Kochkünsten ins Bett zu locken. Denn wir wissen ja jetzt, dass sich Essen und Sex einen neuronalen Kreislauf teilen.