Vorbei die Zeiten, in denen Prominente bloß gigantische Schatten in der Ferne sind. Heutzutage ist man seinen Fans so nah wie nie zuvor. Ein echter Promi von heute möchte wissen, wie der Pöbel da draußen denkt, und all die Fragen, die der darbenden Masse unter den Nägeln brennen beantworten.

So auch die zu Weltruhm gelangte Buchautorin E. L. James, die mit ihrem frechen Roman Fifty Shades of Grey und insbesondere auch mit dessen Filmumsetzung im Rampenlicht steht wie noch nie. Also dachte sich die Dame, es sei an der Zeit, mit einer Frage-und-Antwort-Stunde auf Twitter die Neugier der Öffentlichkeit zu stillen, die ihr Werk ja offenbar so abgöttisch verehrt. Tja, die arme Frau sollte kurz darauf lernen, dass nicht nur Fans Twitter nutzen, und musste ein Bombardement von Fragen ertragen, die in eine etwas andere Richtung zielten als erwartet.

Ein paar der … sagen wir Interessantesten haben wir hier für euch zusammengestellt:

  • «Was hasst du mehr: Frauen oder die englische Sprache?»

  • «Fühlst du dich manchmal schuldig, dass du so viel Geld damit verdient hast, sexuellen Missbrauch zu beschönigen und diesen als ‹romantische Erotik› zu verkaufen?»

  • «Ist es nur okay, dass Ana von Christian gestalkt, genötigt, bedroht und manipuliert wird, weil er gutaussehend ist, oder ist es auch okay, weil er reich ist?»

  • «Gibt es ein ‹safe word› (einen Code, auf den hin Rollenspiele abgebrochen werden), auf das wir uns einigen könnten, damit du aufhörst, solchen Blödsinn zu schreiben?»

  • «Ich brauche deinen Rat, denn ich will eine GROSSE romantische Geste machen: Soll ich einen GPS-Tracker in ihrem Handy installieren und ihr drohen, wenn sie versucht, mich zu verlassen?»

  • «Hast du nach dem Erfolg von ‹Grey› auch mal überlegt, die Story nochmals aus der Perspektive von jemandem zu erzählen, der schreiben kann?»

  • «Was ist deine Lieblings-Schattierung der 50? Gibt es die Möglichkeit, dass weitere Schattierungen dazukommen?»

  • «Hast du dir die missbräuchliche Beziehung zwischen Bella und Edward (in ‹Twilight›) angeguckt und gedacht: ‹Hmm, braucht mehr Missbrauch›?»

  • «Wie um Himmels willen schaffte Ana ohne E-Mail-Adresse oder Laptop einen Uniabschluss im 21. Jahrhundert?»

  • «Bekommst du eine Sehnenentzündung, weil du so oft den ‹Blockieren›-Knopf klicken musst?»

  • «Fühlen sich all diese negativen Tweets wie ein Missbrauch an? Ich finde sie romantisch genug, um einen Roman zu schreiben!»

  • «Ich würde lieber E .L. James' Verleger fragen, weshalb sie dachten, dies wäre eine gute Idee.»

  • «Wenn E.L.James darum bittet, mit diesen Tweets aufzuhören, heißt das, dass sie eigentlich will, dass wir damit weitermachen?»

Jaja, es war ein langer Tag für E.L. James …