Es ist eine statistische Tatsache, dass junge Erwachsene das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr haben. Zwar durchlaufen frischgebackene Führerscheinbesitzer eine zweijährige Probezeit, in der Verstöße gegen das Verkehrsrecht strenger geahndet werden, allerdings hat diese bislang auch nichts daran ändern können, dass in den meisten Fällen  junge Fahrer die Schuld an schweren Unfällen tragen.

Obwohl weniger als 10 Prozent der Pkw-Fahrleistung von 18- bis 24-Jährigen erbracht wird, sind Fahrer dieser Alterskategorie bei mehr als jedem fünften Pkw-Unfall mit Personenschaden Hauptverursacher. In einer entsprechenden Statistik des ADAC ist die Rede von einer lebensgefährlichen „Mischung von fahrpraktischer Unerfahrenheit und jugendlicher Selbstüberschätzung“. Wie das folgende Video erschreckend nachhaltig demonstriert, spielt jedoch ein weiterer wichtiger Faktor eine Rolle: Unaufmerksamkeit.

Im Zuge einer Untersuchung im Auftrag der „AAA Foundation for Traffic Safety“ – eine gemeinnützige amerikanische Stiftung, die sich der Erforschung von Verkehrssicherheit und -erziehung widmet – wurden rund 1.700 Videos von Unfällen analysiert, in die junge Autofahrer involviert waren. Der Fokus lag dabei auf den entscheidenden sechs Sekunden vor dem Crash, aufgezeichnet von Innenraumkameras.

Wie sich dabei herausstellte, war Unaufmerksamkeit in 58 Prozent aller untersuchten Unfälle der Auslöser. Wen wundert’s, wenn man sieht, wie Teens sich während der Fahrt die Lippen schminken, dem Handy mehr Aufmerksamkeit als dem Verkehr widmen, und auch sonst alles andere tun, als auf die Straße zu blicken. Zwar sind die im Clip dokumentierten Unfälle allesamt glimpflich ausgegangen, dennoch sollten sie als warnendes Beispiel dienen. Immerhin sind hierzulande alleine 2017 rund 63.000 junge Männer und Frauen zwischen 18 und 24 Jahren im Straßenverkehr verunglückt, 394 davon tödlich.

Quelle: dvr.de