Vor Kurzem stellten wir euch Mercedes Zukunftsvision des kleinteiligen Transportwesens vor. Das „Vision Urbanetic“ getaufte Projekt basiert auf einer autonomen Van-Plattform, die innerhalb kürzester Zeit von einem Bus zu einem Kurierfahrzeug umfunktioniert werden kann. Die Reaktionen fielen insgesamt eher negativ aus, teils wegen der gewöhnungsbedürftigen Optik, häufiger jedoch wegen des Konzeptes der automatisierten Verkehrsführung via Cloud. Doch so wie es aussieht, werden wir uns an den Gedanken wohl gewöhnen müssen, denn auch Volvos Zukunftspläne gehen in diese Richtung.

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller denkt allerdings in größeren Maßstäben und konzentriert sich mit „Vera“ ausschließlich auf den Gütertransport. Hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich eine autonome Zugmaschine als mobiles Herzstück eines ganzen Systems, welches das Transportwesen und die dahinter stehende Logistik revolutionieren soll.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Vera kann rund um die Uhr fahren, schont dank Elektroantrieb Umwelt und Ohren und benötigt nicht mal eine Fahrerkabine. Dank Schwarmintelligenz können Verkehrsinformationen ausgetauscht und der Warenfluss über ein Kontrollzentrum optimiert werden.
 
Allerdings befindet man sich noch in der Testphase. Zunächst soll Vera in übersichtlichen Arealen operieren und in gemächlichem Tempo nur auf kurzen Distanzen eingesetzt werden. Die dabei gesammelten Daten werden in den Entwicklungsprozess schnellerer Fahrzeuge fließen, die eines Tages dann auch weit voneinander entfernte Logistikzentren bedienen sollen.

Quelle: t3n.de