Die Debatte um ein generelles Tempolimit reißt nicht ab. Jetzt greift der schwedische Traditionshersteller Volvo zu einer entscheidenden Maßnahme. In einer Pressemitteilung verkündete das Unternehmen, ab 2020 sämtliche Fahrzeuge mit einem fest eingebauten Tempolimit von 180 Stundenkilometern auszuliefern. Die Pläne sind Teil von Volvos „Vision 2020“ genanntem Maßnahmenpaket.

Noch immer sterben jedes Jahr in vielen Ländern trotz Geschwindigkeitsbegrenzungen Menschen, weil zu viele Autofahrer rasen. Laut dem Statistischen Bundesamt stellte überhöhte Geschwindigkeit im Jahr 2017 noch vor Alkohol am Steuer und missbräuchlicher Straßennutzung den häufigsten Grund für Tote im Straßenverkehr dar.

In der Pressemitteilung ließ Volvo verlautbaren, das Unternehmen wisse „wo die problematischen Bereiche liegen“ und habe sich deswegen für die Drosselung ab Werk ausgesprochen – in der Mitteilung betont Volvo aber auch, dass man sich sehr wohl im Klaren darüber sei, dass dies kein Allheilmittel für die Gefahren im Straßenverkehr darstelle. Das Maßnahmenpaket des Herstellers umfasst noch andere Schritte.

Automatische Drosselung vor Schulen & Kindergärten

So will man bei Volvo etwa die Sicherheit in kritischen Gebieten, etwa in der Nähe von Kindergärten, Krankenhäusern und Schulen erhöhen. Momentan wird deshalb in Schweden darüber nachgedacht, mithilfe einer „Kombination aus einer smarten Geschwindigkeitsregelung und Geofencing-Technologien“ Geschwindigkeitsbegrenzungen in solchen Gegenden zu automatisieren.

Konkret würde dies bedeuten, dass ein Auto automatisch und ohne Möglichkeit des Fahrers, in diesem Prozess einzugreifen, vom Gas geht, sobald der Wagen etwa eine Schule oder einen Kindergarten passiert. Auch gegen Alkohol sowie Drogen am Steuer und Ablenkungen durch Smartphones möchte Volvo etwas unternehmen. Im März 2020 findet in Göteborg (Schweden) eine Sicherheitstagung statt.

Dort möchte der schwedische Autobauer neue Lösungswege für diese Problempunkte erörtern.

Quelle: chip.de