Autos sind großartige Wegbereiter, Wegbegleiter und manchmal auch echt gut, um beim schwächeren Geschlecht Eindruck zu schinden. Der große VW-Konzern hat jetzt einen herben Rückschlag erlitten und ruft insgesamt 2,6 Millionen Autos zurück in die Werkstätten. 1,6 Millionen Fahrzeuge mit Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetrieben, die mit synthetischem Öl betrieben werden, sollen einem Ölwechsel unterzogen werden, während bei 800.000 Exemplaren des VW Tiguan eine Sicherung im Lichtsystem getauscht werden muss. Betroffen sind zudem Marken wie Volkswagen, Audi, Seat und Skoda.

Das kostet den Konzern mit Hauptsitz in Wolfsburg nicht nur hohe Geldbeträge im mehrstelligen Bereich, sondern natürlich auch etwas von seinem Ansehen. Das Problem sei jedoch nicht „VW-spezifisch“, wie Frank Schwope, Analyst der Nord LB verriet. „Das ist eine der Sachen, die im Auto-Massengeschäft passieren.“ Das liegt daran, dass in vielen Autos ähnliche oder sogar baugleiche Teile verwendet werden. Auch Chrysler, Toyota und Mitsubishi mussten einige Wagen zurückrufen.

Das Problem ist derzeit am meisten in China vertreten. Volkswagen selbst schlug dabei den Rückruf vor, beispielsweise bei den zuständigen Behörden in China. Dort tritt das Problem mit den Doppelkupplungsgetrieben aufgrund des Klimas besonders häufig auf. Ein weiterer Grund sind die vielen Staus. In anderen asiatischen Ländern und Europa sind gar keine oder nur sehr wenige Autos betroffen. Wagen werden jedoch trotzdem weltweit in die Werkstätten zurückgerufen. Um Problemen vorzubeugen und natürlich wegen des guten Rufes unter Autofahrern und im Kundenservice.

Quelle: Welt