Volkswagen: Elektrofahrzeuge gibt’s nun im Abo – Nachdem andere Unternehmen es vorgemacht haben, zieht Volkswagen mit einem Auto-Abonnement nach. Gegenüber einem klassischen Leasing-Vertrag kommt das Abo mit kürzeren Laufzeiten daher und bezieht sich im Falle von VW lediglich auf E-Fahrzeuge der neuen ID-Baureihe. Warum also ein teures Elektroauto direkt kaufen, wenn man auch erst einmal zur Miete Probe fahren kann?

Für den neuen Dienst hat VW bis zu 3.000 sogenannte „junge Gebrauchtwagen“ aus der Konzernflotte bereitgestellt.

Zwei Abo-Laufzeiten stehen zur Auswahl: entweder für drei Monate zum Preis von 589 Euro pro Monat, oder für sechs Monate zum Preis von 499 Euro. Ist die Mindestlaufzeit vorbei, kann der Vertrag jederzeit gekündigt werden.

Der Preis inkludiert 800 Freikilometer pro Monat. Enthalten sind ebenso Service mit Zulassung, Hauptuntersuchung, Wartung, Inspektionen, sowie Versicherungen und Steuern. Der Kunde muss lediglich noch die Kosten für den Fahrstrom bezahlen.

Gegenüber dem „Handelsblatt“ erklärte Klaus Zellmer, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen:

„Viele Kunden wollen mehr Flexibilität und wollen sich nicht mehr jahrelang fest binden.“

Das Abo sei Antwort auf ein verändertes Mobilitätsverhalten und als solches Bestandteil eines weiter verzweigten Angebots, zu dem auch das Carsharing-Konzept „We Share“ gehört. Dabei kann ein Auto für lediglich eine Fahrt oder einen kurzen Zeitraum gemietet werden. Wer keine Lust hat, selber zu fahren, greift auf den Ridepooling-Dienst „Moia“ zurück.

Der Autobauer Volvo bietet Abos bereits seit Jahren an, woraufhin andere Hersteller und Unternehmen nachzogen. Im Vergleich kommt VW reichlich spät mit einem entsprechenden Angebot auf dem Markt, gibt sich dafür aber auch sehr kämpferisch: „Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis zum Jahresende Marktführer in Deutschland zu werden“, gibt Zellmer die Marschrichtung vor.

„Wir schätzen, dass bis 2030 rund 20 Prozent unserer Umsätze aus Abos und anderen kurzzeitigen Mobilitätsangeboten stammen könnten.“

Das Angebot dient außerdem dem Zweck, Kunden mit Elektrofahrzeugen vertraut zu machen, indem sie diese über mehrere Monate hinweg im Alltag testen können. Deshalb stehen auch nur der Golf-Nachfolger ID.3 und das SUV ID.4 zur Verfügung.

Zellmer: „Das wird dann wie eine lange Probefahrt.“

Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass später auch Verbrenner Bestandteil des Abos sein werden.

Quelle: golem.de