Heute in der Kategorie „Made in Russia“: Der Vityaz DT-30. Ein amphibisches Transportfahrzeug auf Ketten, das ursprünglich dafür konzipiert wurde, Militärgerät auch durch unwegsamstes Gelände von A nach B zu transportieren. Wie die Zeit aber immer wieder zeigt, lassen sich militärische Errungenschaften bei einer zweiten Betrachtung meist auch wunderbar für friedliche Zwecke einsetzen, weshalb ihr den Vityaz im folgenden Video in der Feuerwehr-Ausführung bestaunen dürft.

Stolzer Besitzer dieses nahezu unaufhaltsamen Gefährtes ist in diesem Falle die „Voluntary Fire Brigade DHZ POLE“, also eine freiwillige Feuerwehr ansässig in Trnava, einer beschaulichen Stadt im Westen der Slowakei. Dort verfügt man auch sonst über allerlei schweres Gerät, aber mit seinen 30 Tonnen Gewicht und fast 10 Metern Länge dürfte der DT-30 das Prunkstück des hiesigen Fuhrparks darstellen.

Bereits in den 60er Jahren wurde in der damaligen UdSSR ein Entwicklungsprogramm ins Leben gerufen, aus dem 1971 die ersten Modelle hervorgingen. Der DT-30 folgte schließlich 1981, und wurde prompt in Wüsten- und Arktis-Gebieten eingesetzt, wo das Amphibien-Fahrzeug selbst den härtesten Wetterbedingungen trotzte.

Einer für Alle

Da auch der Anhänger an den Vielstoffmotor mit seinen 12 Zylindern und 710 PS angeschlossen ist, treibt dieser alle vier Ketten auf einmal an. Dafür kann das Biest aber auch mit zwei ausgefallenen Ketten immer noch bewegt werden. Unter guten Voraussetzungen ist der Vityaz in der Lage, bis zu 30 Tonnen Zuladung zu transportieren, und kann problemlos bis zu vier Meter breite Gräben überwinden. Der Motor tut selbst bei einer Höhe von rund 3.900 Metern über dem Meeresspiegel immer noch seinen Dienst.

Dank der breiten Ketten übt der DT-30 gerade mal 220 Gramm Belastung pro Quadratmeter aus, was das Fahrzeug trotz seines beachtlichen Gewichtes zur idealen Wahl bei fragilen oder sumpfigen Untergründen macht. Tatsächlich erreicht selbst ein Mensch einen höheren Bodendruck. Wen wundert es da noch, dass neben Rettungsteams, wie den Jungs von der „DHZ POLE“, auch Wissenschaftler den Vityaz für sich entdeckt haben und zum Beispiel an den Polen einsetzen.

Quelle: ubergizmo.com