Tach Leute, Karl hier. Der Praktikant, ihr wisst schon. Derjenige, der immer ran muss, wenn die ganzen Fachleute hier mal wieder keine Idee für einen Text, oder noch keinen Kaffee gehabt haben. Heute hat man mich mit einem Beitrag betreut, der angeblich den Sinn hat, mich „auf den journalistischen Alltag vorzubereiten“. Man müsse ja schließlich irgendetwas in die Beurteilung schrieben. Blöd nur, dass es dabei lediglich um ein Video geht, in dem zu sehen ist, was auf dem Bau so alles schiefgehen kann.

Versteht mich nicht falsch! Ich ziehe mir solche Clips auch gerne rein. Immerhin kommen dabei allerlei große Maschinen zum Einsatz und es kracht an allen Ecken und Enden. Aber pulitzerpreisverdächtig ist das Ganze deshalb trotzdem nicht. Na ja, aber ob ich der richtige Typ für Kriegsberichterstattung bin, ist eine Frage, der sich meine Vorgesetzten unter lautem Gelächter bereits ausgiebig gewidmet haben.

Aber es stimmt schon: Seine Leser zu unterhalten ist eine ehrenwerte Aufgabe, der ich mich wirklich gerne widme. Insofern bin ich hier in der MANN.TV-Redaktion ganz gut aufgehoben. Abgesehen davon, bieter der hiesige Alltag genug amüsante Anekdoten, um ein ganzes Buch zu schreiben.

Was das alles mit dem Video zu tun hat? Nichts! Aber wie gesagt: Ich schreibe diesen Text bloß, weil selbst den „Profis“ nichts einfällt, um die vom Chef verlangte Zeichenzahl einzuhalten! Aber solange er meine Texte nicht liest, kann ich ja fröhlich weiter aus dem Nähkästchen plaudern. Ist ja auch irgendwie Journalismus!