Wohl jeder kennt das Klischee vom indischen Fakir aus Comics, Filmen und Serien: Gurus, die die Bedürfnisse ihres Körpers überwinden, die Hitze, Kälte und Schmerz komplett abschalten können und dabei Unglaubliches vollbringen. Die bekannteste Variante ist wohl das zu einiger Berühmtheit gelangte Nagelbett, auf das sich Fakire legen können. Ohne durchbohrt zu werden. Doch geht das auch mit Autos bzw. ihren Reifen?

Wer sich ein wenig mit der Physik der Sache beschäftigt, merkt schnell, dass es zwar immer noch recht schmerzhaft für einen Fakir sein dürfte, auf so einem Brett zu liegen. Doch die enge Verteilung unzähliger Nagelspitzen erzeugt eine vergrößerte Oberfläche, als nur bei wenigen Nägeln der Fall wäre. Die Folge: Der Guru wird durchbohrt, weil er darauf nicht „einsinken“ kann. Sein Körpergewicht lastet nicht auf wenigen, sondern auf hunderten Nägeln und verteilt sich.

Nagelbrett: Ein guter Stichwortgeber für den Betreiber des YouTube-Kanals „Garage 54“. Der russische Kfz-Mechaniker ist bekannt für seine irren Ideen, ersetzt schon mal Reifen durch Zementwalzen oder Colaflaschen. In diesem Fall treiben er und seine Mitarbeiter 5000 Nägel durch zwei Planken – beinahe 50 Kilo Stahl, um der Fakir-Frage auch in automobiler Hinsicht nachzugehen.

Werden die Reifen das aushalten? Was passiert, wenn man anfängt, Nägel zu entfernen und Lücken zu lassen?