Es wird schon seine Gründe haben, warum die Erfinder der Flitzekugel Smart ihrem Auto damals diesen Namen gaben. Das Stadtauto ist sowohl platz- als auch kraftstoffgenügsam, was eine nicht unwesentliche Rolle bei der Namenswahl gespielt haben dürfte. Doch Leistungen eines Supersportwagens sollte man von dem Zwerg nicht erwarten. Anders sieht das natürlich bei dieser Version aus, bei der jemand eine „smarte“ Idee hatte.

Aua, nicht hauen, wir lassen die miesen Wortspiele ja schon. Aber man kann es anders nicht formulieren, wenn es jemand wie Bill Berg schafft, eine verdammte Turbine so in den Winzling zu montieren, dass dieser immer noch eine Straßenzulassung erhält. Denn genau das hat der Besitzer von „Rocketbilly Racing“ vollbracht – er hat seinen 2008er-Smart mit einer Helikopterturbine mit brachialen 2000 Pferdestärken bestückt.

Spitzengeschwindigkeit: 354 km/h

Dennoch hat der 44-Jährige Sorge dafür getragen, dass die Blinker noch funktionieren und sämtliche Bedingungen erfüllt werden, damit er das Teil in den USA im normalen Straßenverkehr fahren kann. Heißt: Auch Scheibenwischer oder der konventionelle Motor funktionieren noch. Doch wenn Billy die monströse T58-GE03 Gasturbine von General Electric dazuschaltet, ist Schluss mit lustig.

Dann begreift man auch schnell, warum sich der gute Mann „Rocketbilly Racing“ nennt: Sobald der Brummer auf dem Beifahrersitz das Brüllen anfängt, katapultiert er die Flitzekugel auf atemberaubende 354 Stundenkilometer. Einen einzigen Wermutstropfen hat die Sache: Der Verbrauch der Gasturbine ist ebenso mörderisch wie ihre Beschleunigung.