Wer sich in einer amerikanischen Großstadt als Taxifahrer verdingt, muss aus ganz besonders hartem Holz geschnitzt sein. Mit solchen Typen legt man sich jedenfalls besser nicht an, und vor allem versucht man nicht, einfach so abzuhauen, nachdem man ein Taxi angefahren hat. Ansonsten kann aus einer Mücke ganz schnell ein sehr, sehr dummer Elefant werden.

Genau diese Erfahrung musste der Fahrer oder die Fahrerin des schwarzen Wagens – was ist das, ein Nissan? – an einem regnerischen Tag auf der Belmont Avenue in Chicago machen. Man sieht zwar leider nicht, wie es zu dem Konflikt kam, aber den spärlichen Informationen und dem auf halb acht hängenden Nummernschild zufolge, muss es eine Kollision gegeben haben, woraufhin der Fahrer des angefahrenen Taxis den vermeintlichen Schuldigen zum Aussteigen auffordert.

Dieser hat aber entweder gehörig Schiss vor den zu erwartenden Folgen oder anderweitig Dreck am Stecken und begeht kurzerhand Fahrerflucht. Oder versucht es zumindest. Denn weder sind seine wenig dynamischen Fahrmanöver von Erfolg gekrönt noch ist der zornige Taxifahrer willens, die Sache auf sich beruhen zu lassen, der mittlerweile einen Knüppel in den Händen hält, um seiner Meinung Ausdruck zu verleihen.

Inmitten des zähfließenden Verkehrs eskaliert die Situation schließlich, als der Taxifahrer beginnt, wutentbrannt auf die Seitenscheibe einzudreschen und damit in Sachen Dummheit mindestens mit dem Fahrer des Nissans gleichzieht. Wir wollen hier nun weiß Gott niemanden in Schutz nehmen, der Fahrerflucht begeht. Aber Fakt ist nun mal, dass der Taxifahrer mit dieser saublöden Aktion nicht unbedingt zur Lösung des Konfliktes beiträgt. Es hätte sicherlich gereicht, sich das Nummernschild zu notieren und die Polizei zu verständigen.

Stattdessen wird der Fluchtinstinkt des ursprünglichen Täters so groß, dass ihm am Ende alles scheißegal ist und er in seiner Panik noch einen ganzen Schwung Fahrzeuge rammt, bevor es ihm endlich gelingt zu entkommen. Hinsichtlich des arg begrenzten fahrerischen Könnens sollte man wohl froh sein, dass nicht noch weit Schlimmeres gesehen ist.

Amüsanter Sidefact: Der letzte gerammte Wagen, der silbergraue Chrysler, hat noch das Preisschild auf der Windschutzscheibe kleben.