Einen Porsche GT3 besitzt man nicht, um damit im Schritttempo zu flanieren oder ihn in der Garage auszustellen. Einen Porsche GT3 besitzt man, um ihn zu fahren. Und das möglichst schnell. Da dies im allgemeinen Straßenverkehr jedoch nur beschränkt möglich und auf der Autobahn eher mäßig spannend ist, zieht es viele Hobbyraser auf den Nürburgring, dessen Rennstrecke bekanntlich sogenannten „Touristenfahrern“ zur Verfügung steht.

Da diesem Wort etwas dezent Spöttisches anhängt, kann man nur mutmaßen, mit welchem Hintergedanken die offiziellen Betreiber der Rennstrecke diese Begrifflichkeit gewählt haben, aber sei’s drum. Fakt ist, dass jeder mit einem Führerschein und einem Fahrzeug mit Straßenzulassung plus zumindest einer Haftpflichtversicherung von Montag bis Donnerstag für 25 Euro, und am Freitag bis Sonntag sowie Feiertags für 30 Euro eine Runde durch die grüne Hölle drehen darf.

Zwar gelten während der Touristenfahrten die Verkehrsregeln der StVO und StVZO, wie zum Beispiel das Rechtsfahrgebot, grundsätzlich darf man jedoch so schnell fahren, wie es der Streckenabschnitt, das Auto, die Fahrerfahrung und der Verkehr zulassen. Kein Wunder also, dass es immer wieder zu Unfällen kommt, wenn Fahrer sich und ihre Fähigkeiten überschätzen.

Wie es um das Können des Herren im folgenden Video bestellt ist, wollen wir uns freilich nicht anmaßen, zu beurteilen. Immerhin macht der bereits eingangs erwähnte Porsche den Eindruck, als sei da jemand am Werk, der sich in der Materie auskennt. Dennoch gelingt es dem Mann am Steuer nicht, das bockende Pferd im Zaum zu halten, und so kommt es zum Crash, den wir als Zuschauer gleich aus zwei Perspektiven rekapitulieren können. Und wenn es nur ist, um etwas aus den Fehlern anderer zu lernen.