„Filthy“ kling irgendwie putzig, oder? Zu Deutsch „schmutzig“ würde dieser Name perfekt zu einem struppigen Hosentaschenköter passen, der gerne im Dreck spielt, oder aber auch zu einer gelenkigen Tänzerin im Rotlichtmilieu. Der „Filthy“, den ihr jetzt gleich kennenlernen werdet, geht allerdings eher mit euch Gassi, anstatt umgekehrt, und würde eine Poledance-Bar bei seinem Auftritt glatt dem Erdboden gleichmachen. Denn das Gewicht von dem Burschen wird in Tonnen und nicht in Kilo gemessen.

Er sieht ein wenig aus, als hätten Optimus Prime und Bumblebee ein Kind gezeugt: Filthy ist der Name eines aufwändig modifizierten Sattelschleppers, der von seinem Besitzer Michael Lake zu einem ganz bestimmten Zweck hochgezüchtet wurde: spektakuläre Burnouts. Generell ist das gezielte Durchdrehenlassen der Reifen zwar ein denkbar alter Hut, aber einen 14-Tonnen-Truck mit im Stand qualmenden Rädern haben wir zumindest so noch nicht gesehen.

Ganze sieben Jahre hat der Australier an seinem Schätzchen geschraubt, bis er die 900 PS Twin-Turbo-Bestie endlich entfesseln und auf die Öffentlichkeit loslassen konnte. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, denn obwohl Filthy ganz klar für Entertainment-Zwecke entworfen wurde, hat Michael während des Bauprozesses großen Wert auf eine legale Straßentauglichkeit gelegt und wurde dafür mit einer offiziellen Zulassung belohnt.

Und ebenso wie Filthy erscheint uns auch sein Herrchen als echtes Original, in dem sich pure Leidenschaft mit handwerklichem Können vereint. Nur mit der klaren Aussprache, da hat er es nicht so. Aussie halt…