Manche Menschen haben ihre schlechte Laune nicht unter Kontrolle, ihre dauerhafte, krankhafte Wut macht sie cholerisch. Manche von ihnen gehen damit in Therapie, andere treiben viel Sport, um das Ganze irgendwie auszugleichen. Und wieder andere … lenken einen Porsche durch die Schaufenster ihres Autohändlers. So wie der taiwanesische Geschäftsmann aus dieser kuriosen Nachricht…

Der 42-jährige mit dem Namen Chu lenkte unlängst seinen weißen Porsche Cayenne in den Showroom des Händlers, mit dem er Anfang 2017 einen Vertrag über den Kauf eines Porsche Panamera Sport Turismo für umgerechnet 180.000 Euro geschlossen hatte. Der Kaufpreis stieg auf über 200.000 Euro an, weil Herr Chu mit seinem Autohändler vereinbarte, zusätzliche Extras, darunter eine 4-D-Chassis-Kontrolle einzubauen.

Chu zahlte 60.000 Euro an, erhielt das Fahrzeug im November 2017, jedoch ohne die vereinbarte Chassis-Kontrolle. Darum weigerte er sich, die Rechnung zu bezahlen, und lehnte die Bestellung ab. Daraufhin vergingen einige Monate, bevor Herr Chu am zweiten Mai 2018 eine Zahlungsaufforderung von dem Autohändler erhielt. Würde er nicht zahlen, so sah der Verkauf vor, dass Chus Anzahlung verfallen sollte.

Daraufhin drückte der wütende Geschäftsmann seinen Protest durch die Schaufenster-Aktion aus. Selbstverständlich wurde er verhaftet und für verschiedene schwere Delikte angezeigt, die er durch die Aktion erfüllt hatte. Ende gut, alles gut? Nein, denn nach seiner Vernehmung begab sich Chu zu dem Autohändler zurück – um noch einmal zu verhandeln. Dort war man ziemlich verängstigt, dass der Wüterich erneut auflief.

Immerhin hatte die Polizei nach dessen Schaufensteraktion auch eine Spitzhacke sowie Benzin im Fond des Cayenne gefunden. Was Chu damit vorhatte, ist bis heute nicht geklärt, lässt aber nichts Gutes angesichts der Umstände erahnen. Doch tatsächlich handelte der Geschäftsmann mit dem Autohändler dieses Mal einen neuen Deal aus: Er würde entweder seine Anzahlung zurückerhalten oder einen neuen Panamera nehmen – diesmal dann auch mit der versprochenen Chassis-Kontrolle.

Chu gab später öffentlich an, sein Handeln zu bereuen. Er behauptet, einem Auto, „das Rot überfahren hatte, ausgewichen“ und daher im Schaufenster gelandet zu sein. Die Videobeweise lassen diese Aussage jedoch in einem anderen Licht erscheinen. Zumal Chu vorbestraft ist, er wurde unter anderem bereits einmal des Einbruchsdiebstahls und des Betruges überführt.

Quelle: carscoops.com