Studie: Automarke zeigt erhöhte psychopathische Tendenzen bei Autofahrern – BMW-Fahrern wird schon länger nachgesagt, sie seien rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und würden, ähnlich wie Audi- und Mercedesfahrer auf ihre sprichwörtliche „eingebaute Vorfahrt“ setzen. Ein übles Gerücht? Hörensagen? Eine neue Studie widerspricht und geht sogar noch weiter.

Die Studie aus dem Vereinigten Königreich legt nahe, BMW-Fahrer hätten „die höchste Anzahl psychopathischer Tendenzen als jeder andere Fahrer auf der Straße“. Den zweiten Platz der Marktforschungsuntersuchung belegten in dieser Hinsicht die Audi-Fahrer. Durchgeführt wurde die Studie vom Vergleichsportal „Scrap Car Comparison“ mithilfe des Marktforschungsinstituts „3Gem“ Anfang November 2021, wie „Carscoops“ berichtet.

Untersuchungen unter 2000 Verkehrsteilnehmern waren dazu durchgeführt worden.

Sämtliche befragten Personen gaben Marke, Art des Nummernschildes und Farbe des Fahrzeugs an, das sie aktuell fuhren. Danach wurde ein psychologischer Test auf Psychopathie und antisoziale Verhaltensmuster hin durchgeführt, bei dem zwischen 0 und 36 Punkten vergeben werden konnten. Gesunde Persönlichkeitsmuster bewegten sich bei diesem Test zwischen 0 und 18 Punkten. Bei Probanden mit 19 bis 26 Punkten sei Psychopathie „möglich“, bei mehr als 27 Punkten „wahrscheinlich“.

Der Schnitt aller Studienteilnehmer pendelte sich bei 6,6 ein, die Fahrer sämtlicher Marken bewegten sich im Durchschnitt zudem unter 18 Punkten. Doch das Expertenteam des Meinungsforschungsinstituts stellte auch eine vergleichende Rangliste auf Individualebene auf, um zu prüfen, ob es bei den Fahrern Überschneidungen hinsichtlich höherer psychopathischer Verhaltensmuster gab.

Hier zeigte sich:

Die Vergleichsskala führten BMW-Fahrer mit einer Durchschnittswertung von 12,1 Punkten an, dicht gefolgt von Audi-Fahrern mit 11,7. Die Studienautoren kommentierten: „Die Ergebnisse legen nahe, dass diese Fahrer wahrscheinlicher psychopathische Eigenschaften zur Schau stellen, etwa oberflächlichen Charme, ein übersteigertes Selbstwertgefühl und einen Mangel an Reue oder Schuldgefühlen.“ Es wurden weitere Vergleiche durchgeführt:

Bei den Durchschnittswerten der Antriebsstränge etwa zeigte sich ein überraschend hoher Wert von 16,0 von 36 Punkten bei Besitzern von Elektrofahrzeugen, während Hybrid-Fahrer mit 9,8, Benziner-Besitzer mit 7,0 und Dieselfahrer mit 5,2 abschnitten. Selbst die Farben der Autos wurden bei dem Test verglichen: Etwas höher konnte man demnach die psychopathischen Tendenzen bei Fahrern von goldenen (12,7) oder braunen (12,2) Pkw ablesen, während Silber (5,5) und Rot (4,9) besonders niedrig abschnitten.

Ähnlich war es beim personalisierten Kennzeichen.

Hier galt: 13,8 Punkte für Fahrer, die sich das Nummernschild anpassen ließen gegenüber jenen mit handelsüblichen Schildern (5,3). Ob sich aus einer Studie mit gerade einmal 2000 Teilnehmern allerdings repräsentative Rückschlüsse auf ganze Autofahrergruppen ziehen lassen, sei dahingestellt. Man sollte bei diesen Ergebnissen sicher Vorsicht walten lassen.

Quelle: carscoops.com