Ihr habt doch sicherlich irgendwo schon mal von diesen Atemmessgeräten gehört, in die man hineinblasen muss, damit der Motor eines Wagens anspringt. Oder eben auch nicht, falls man Alkohol getrunken haben sollte. Die Teile gibt es wirklich! Die korrekte Bezeichnung lautet „Alkohol-Zündschlosssperre“, oder auch „Alkohol-Interlock“. Und wenn es nach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU geht, erhalten diese Alocolocks bald Einzug auf deutschen Straßen.

Das geht aus einem Bericht der „Passauer Neue Presse“ hervor, welcher sich auf den „Unfallverhütungsbericht“ des Verkehrsministeriums beruft. Demzufolge ist davon auszugehen, dass das Ministerium bereits damit beschäftigt ist, eine Rechtsgrundlage zur Einführung dieser Form der Wegfahrsperren vorzubereiten.

Das Starten des Motors ist ohne vorherige Alkoholmessung nicht möglich“, so geht es wörtlich aus der Kabinettsvorlage hervor, die zudem verstärkte Tempo-Kontrollen an bekannten Unfallschwerpunkten fordert.

Gegenüber der „BILD“ äußerte sich Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, positiv gegenüber dem Gesetzesvorstoß:
Alkoholkonsum ist neben Drogenmissbrauch, überhöhter Geschwindigkeit und dem Fahren ohne Gurt der größte Killer im Straßenverkehr. Darauf müssen wir noch stärker als bisher reagieren.

Wendt begrüßt die Einführung von Alcolocks ausdrücklich und erklärt:
Alcolocks sind eine wirksame Maßnahme gegen den Missbrauch von Alkohol im Straßenverkehr. Sie müssen aber auf Kosten der Verkehrssünder in die Fahrzeuge eingebaut werden.

Obligatorisch werden sollen die Geräte aus seiner Sicht aufgrund der besonderen Gefährdung für die Bevölkerung in allen Schulbussen und Gefahrenguttransportern. Zudem könnten die Teile als wirksamer Ersatz für den Führerscheinentzug fungieren.

Wo der Führerscheinentzug existenzbedrohend ist, etwa bei Selbstständigen oder Alleinerziehenden, da könnten Alcolocks künftig auch als Ersatz für den Führerscheinentzug eingesetzt werden.

Quelle: bild.de