Wir von mann.tv sind ausdrücklich gegen Alkohol am Steuer und fahren deshalb mit dem Rad zur Arbeit. Allerdings kann uns auch das den Lappen kosten. Von daher hier ein paar Infos für all diejenigen, die bisher dachten, sie handeln verantwortungsbewusst, wenn sie sich besoffen auf den Sattel schwingen, anstatt aufs Gaspedal zu treten.

Zunächst einmal verrät Rudolf Springstein, seines Zeichens Inspekteur der Landespolizei: „Nach Paragraf 316 Strafgesetzbuch wird bestraft, wer nach Alkoholgenuss nicht mehr in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen – auch ein Fahrrad ist ein Fahrzeug."

Allerdings dürfen Radfahrer tiefer ins Glas schauen, denn sie gelten erst ab 1,6 Promille als fahruntauglich, während Autofahrern bereits ab einem Wert von 0,5 Promille ein Bußgeld, Punkte und Fahrverbot drohen.
Spricht für den Drahtesel. Wer allerdings alkoholisiert im Straßenverkehr durch eine unsichere Fahrweise auffällt oder gar einen Unfall baut, muss auch als Radfahrer mit Führerscheinentzug, medizinisch-psychologischer Untersuchung (MPU), Geldstrafe und Flensburgpunkten rechnen.

Da etwa fünf Prozent aller verunglückten Radfahrer betrunken sind, prüfen die Innenminister der Länder derzeit, ob die Promillegrenze auf dem Radweg auf 1,1 Promille gesenkt werden sollte. Eine Entscheidung soll im Herbst fallen.

Quelle: SVZ