Umstieg auf Dieselfahrzeuge: E-Transporter der Post versagen im Winter – Einem Bericht des „Traunsteiner Tagblatt“ zufolge sind die Streetscooter der Deutschen Post dem Berchtesgadener Winter nicht gewachsen. Briefe und Pakete müssen dort von daher nun wieder mit herkömmlichen Postautos mit Verbrennungsmotor geliefert werden.

„Im Praxisbetrieb hat sich herausgestellt, dass die Fahrzeuge bei stärkeren Steigungen, insbesondere bei Schneefahrbahn, nicht optimal sind. Die Fahrzeuge sind zu leicht, fahren sich bei Schnee schwammig“, wird ein Mitarbeiter des Unternehmens von der Zeitung zitiert.

Zwar seien die E-Fahrzeuge auch weiterhin im Betrieb, etwa im Traunsteiner Zustellgebiet, bestimmte Routen müssen nun aber wieder mit Sprit abgefahren werden.

Ein weiterer negativer Eintrag auf der immer länger werdenden Liste der Konstruktionsmängel des Öko-Transporters der Post. So beschweren sich die Fahrer schon länger über die geringe Reichweite und eine schlechte Heizleistung in der Fahrerkabine. Hinzu kommen mehrere Brandzwischenfälle, eine geringe Zuladekapazität und hohe finanzielle Verluste.

Die Post DHL hat sich von daher unlängst dazu entschieden, nach insgesamt sieben Jahren aus der Produktion von Elektrofahrzeugen auszusteigen und den Streetscooter-Zweig an das Luxemburger Firmenkonsortium Odin Automotive zu verkaufen (MANN.TV berichtete).

Während die Tochterfirmen in Japan und der Schweiz ebenfalls den Besitzer wechseln, soll die Aachener Streetscooter GmbH der Post als Zulieferer für Odin erhalten bleiben, und weiterhin für die Wartung und Instandhaltung der firmeneigenen Flotte verantwortlich zeichnen.

Aktuell beziffert sich die Streetscooter-Flotte hierzulande auf rund 17.000 Fahrzeuge und soll auf 21.500 anwachsen – künftig gefertigt von der Luxemburger Firma Odin, an welcher die Post mit einen Anteil von zehn Prozent beteiligt wird.

Quellen: focus.de , traunsteiner-tagblatt.de