Über 100.000 betroffene Autos: Diese Pkw fallen am häufigsten durch den TÜV – Nicht jeder mag sie, die Hauptuntersuchung, für die der geliebte Wagen alle zwei Jahre zum TÜV muss. Denn beileibe nicht jeder Pkw kommt durch. Der Technische Überwachungsverein hat nun Zahlen aus dem Zeitraum Juli 2020 bis 2021 veröffentlicht, die aufzeigen, dass jedes fünfte Auto dort auf der Strecke bleibt. 9,6 Millionen Pkw wurden in dem Zeitraum untersucht – und runde 10.000 als „nicht verkehrssicher“ eingestuft.

Die zog man beim TÜV aus dem Verkehr. Weitere 100.000 Autos benötigten einen Werkstattbesuch, bevor sie überhaupt die Plakette erhalten konnten. In dem Zeitraum eines Jahres standen 222 verschiedene Pkw-Modelle auf dem Prüfstand. Dabei schnappte sich der Mercedes GLC die Krone der Fahrzeuge, die am seltensten mit Mängeln durchfallen. Von Fahrzeugen, die ein bis drei Jahre alt sind, rasselten bei diesem Modell nur 1,5 Prozent mit „erheblichen Mängeln“ durch.

Platz zwei in der Klasse der Jungfahrzeuge:

Abermals ein Mercedes, die B-Klasse – 1,9 Prozent „erhebliche Mängel“-Quote platzieren den Sternträger eine Nase vor dem VW T-Roc mit seinen 2,0 Prozent. Überhaupt schnitten in vier von sechs Klassen Mercedes-Modelle am besten ab. So konnten sich neben den beiden genannten Typen bei den Mittelklassemodellen die C-Klasse Platz 1 und die A-Klasse die Krone der Kompaktfahrzeugklasse sichern.

Sieger bei den Kleinwagen war hingegen der Audi A1, bei den Kleinstwagen der Opel Karl. Doch nicht alle Fahrzeuge gingen als Gewinner hervor – andere führen eine Negativwertung an: Bei den zwei bis drei Jahre alten Autos offenbarte sich, dass 11 Prozent der Fahrzeuge des Typs Dacia Duster aufgrund von erheblichen Mängeln keine Plakette bekamen. In der Kategorie der Fahrzeuge zwischen vier und fünf Jahren fielen andere auf:

Die 5er- und 6er-Reihe von BMW.

Hier erhielten rund 17 Prozent keine TÜV-Freigabe und mussten erst in die Werkstatt. Der Fiat Punto stellte bei den sechs bis sieben Jahre alten Fahrzeugen mit rund 23 Prozent der Modelle, die bei der Hauptuntersuchung durchfielen, den Negativrekord, bei den acht- bis neunjährigen Fahrzeugen ragte insbesondere der Renault Kangoo mit knapp über 31 Prozent negativ hervor.

Letzter Platz der Statistik: Die zehn bis elf Jahre alten Fahrzeuge, bei denen der Dacia Logan auf rund 37 Prozent der Pkw kam, die auf eine TÜV-Plakette verzichten mussten. Die häufigsten Gründe in allen Kategorien, warum ein Fahrzeug in der HU in der Regel durchfällt: Ölaustritt beim Motor oder dem Getriebe. Auch Beleuchtungsmängel werden von TÜV-Sachverständigen genannt. Hier ist es besonders das Abblendlicht, welches die Prüfer bemängeln.

Auch abgenutzte Bremsscheiben oder Probleme mit dem Fahrwerk können dafür sorgen, dass ein Pkw bestenfalls erst einmal auf die Hebebühne muss.

Quelle: inside-digital.de