Es sagt eine Menge über unsere Gesellschaft aus, dass viele Menschen heutzutage nicht zu einem Unfallort eilen, um zu helfen, sondern um das Geschehen mit ihren Smartphones festzuhalten. Sensationslüsterne Gafffer behindern Rettungskräfte bei ihrer Arbeit und riskieren zugunsten ihres eigenen krankhaften Geltungsbedürfnisses das Leben des oder der Verunglückten. Und das alles für ein Foto oder ein Video, für ein paar Likes und Klicks. Ist die in diversen literarischen Klassikern skizzierte düstere Zukunftsvision am Ende bereits zynische Realität geworden? Fast, denn noch gibt es sie – Menschen, die zunächst an andere denken, und erst dann an sich.

Es ist schon eine Weile her, da ereignete sich auf einem Highway in New York ein Unfall-Drama, welches nur aufgrund des selbstlosen Einsatzes einiger wagemutiger Helfer nicht zu einer Tragödie wurde. Ein Sattelschlepper raste an jenem Tag in ein Stauende und pflügte ungebremst durch die stehenden Fahrzeuge. Wie es dazu kommen konnte, verrät uns der vorliegende Bericht der ABC-News zwar nicht, doch im Folgenden werden wir Zeuge einer kollektiven Heldentat.

Ohne einen Gedanken an die eigene Unversehrtheit zu verschwenden, eilt eine Gruppe Leute einer Frau zu Hilfe, die sich aus eigener Kraft nicht aus ihrem brennenden SUV befreien kann. Mannshohe Flammen schlagen aus dem Wagen, doch die Helfer geben nicht auf, bis die Rettung gelingt und die Frau in Sicherheit ist, die am Ende lediglich ein paar Schnitte und Prellungen davontragen sollte.

Eine, wie wir finden, äußerst eindrucksvolle Demonstration, wie viel besser es die Welt macht, wenn man das Wohl der Anderen über das eigene stellt.