Tesla Cybertruck – Musk stellt neuen Elektro-Pickup vor: Dass Elon Musk gerne den Hans Dampf in allen Gassen macht, ist bekannt. Von daher war es auch nur eine Frage der Zeit, bis der exzentrische Unternehmer seiner wachsenden Tesla-Flotte auch einen Pick-up-Truck hinzufügt. Überraschend war die kürzlich stattgefundene Präsentation des brandneuen „Cybertruck“ (Ja, der heißt wirklich so) aber dennoch. Und das nicht nur wegen des gewagten Designs von Musks rollender Zukunftsvision.

Wer im amerikanischen Automarkt was reißen will, braucht einen Pick-up. Das sei laut Musk der Markt, den man angehen müsse, wenn man in dem Land den Übergang hin zur Elektromobilität schaffen wolle. Entsprechend viel Gewicht lastet auf dem Cybertruck, der allerdings auch über 1,7 Tonnen auf seiner 2,83 Kubikmeter großen Ladefläche stemmen kann, und dazu in gerade mal 2,9 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt.

Höchstgeschwindigkeit: 209 km/h. Zumindest in der Spitzenausführung prescht der Cybertruck damit schneller voran als ein Porsche 911, wie Musk in Form eines Videos stolz vorführte. Auch zu sehen war dort, wie der Cybertruck ein Tauziehen gegen den altehrwürdigen Ford F-150 für sich entschied.

Die Standardversion benötigt aus dem Stand von 0 auf 100 rund 6,5 Sekunden, kommt auf 177 km/h, verfügt über eine Reichweite von gut 400 Kilometern, und ist mit knapp 40.000 Dollar vor Steuern vergleichsweise günstig.  Das Top-Modell kommt mit drei Motoren und einer Reichweite von 800 Kilometern daher, dafür werden dann aber auch schon knapp 70.000 Dollar fällig.

Peinliche Panne bei Demonstration

Wie Musk erklärte, sei die Karosserie aus besonders hartem rostfreien Stahl gefertigt, dessen Robustheit der Unternehmer sogleich mit einem Vorschlaghammer demonstrierte, ohne dabei auch nur eine Delle an der Wagentür zu hinterlassen. Als dann aber die Stabilität der Fenster veranschaulicht werden sollte, kam es zu einer peinlichen Panne, bei der das angebliche bruchsichere Panzerglas zu Bruch ging. Musk war sichtlich überrascht, da die Fenster in Tests angeblich selbst einer Küchenspüle standgehalten hatten.

„Hmm, komisch, dass das gerade jetzt passiert. Aber wir brauchen ja auch noch etwas Raum für Verbesserungen“  beschwichtigte Musk und schob augenzwinkernd nach „Das bereinigen wir alles in der Post-Produktion.“

Im Cockpit kommt abermals neben dem viereckigen Lenkrad ein mittig positionierter Touchscreen zum Einsatz, wie man es bereits aus dem aktuellen Modell 3 kennt. Dazu verfügt der Wagen über eine pneumatische Federung mit dem Feature, dass man die Druckluft aus dem Kompressor auch für entsprechendes Werkzeug verwenden kann.

Bis der Cybertruck über unsere Straßen surrt, fahren aber noch so einige Benziner vorbei. Die Produktion des dreimotorigen Top-Modells soll erst Ende 2022 beginnen, Reservierungen werden aber schon angenommen.