Tempolimit-Studie: Mehrheit fährt langsamer als 130 km/h – Das Thema rund um ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen heizt die Gemüter von Autofahrerinnen und Autofahrern in aller Regelmäßigkeit an. Dabei ist einer Studie zufolge eine Mehrheit ohnehin im Alltag langsamer unterwegs.

Nach der Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sei nur ein geringer Teil mit einer Geschwindigkeit von mehr als 130 Kilometer pro Stunde unterwegs. Für die Analyse hat das Institut von Autobahnabschnitten ohne Tempolimit Echtzeitdaten ausgewertet, die wiederum von automatisierten Autobahnzählstellen in NRW stammen.

1,2 Milliarden Pkw-Bewegungen ausgewertet

Insgesamt wurden hierbei ganze 1,2 Milliarden Pkw-Bewegungen für die Studie hinzugezogen. Hierbei kam nun heraus, dass ganze 77 Prozent der Autos langsamer als 130 km/h fuhren – und das wie erwähnt in Abschnitten ohne Tempolimit. Nur zwölf Prozent fuhren 130 bis 140 Kilometer pro Stunde und weniger als zwei Prozent mit mehr als 160 km/h.

Verfasser der Studie kamen dadurch zu einem interessanten Ergebnis. Denn sie sehen mit den Ergebnissen der Analyse einen Beleg dafür, dass ein generelles Tempolimit nicht nur geringe Effekte auf den CO₂-Ausstoß hätte, sondern auch auf die Zahl der schweren Unfälle. Denn laut den Ergebnissen fahren die meisten Menschen unter der kolportierten Geschwindigkeitsgrenze von 130 km/h.

Schnellfahrer spät abends bis nachts unterwegs

Weiter Erkenntnis der Studie zudem: Je nach Tageszeit variiert das Tempo auf den Autobahnen ohne Tempolimit. So sind die meisten Schnellfahrer mit mindestens 160 km/h spät abends bis nachts unterwegs. Genauer gesagt zwischen 22 Uhr und 4 Uhr, was allerdings auch wenig verwundert. Weniger schnell seien die Menschen zwischen 15 Uhr und 18 Uhr unterwegs, wo der Anteil der Schnellfahrer bei lediglich einem Prozent liegt.

Quelle: spiegel.de