Gestern wurde eine Pressemitteilung von Lamborghini herausgegeben, die es in sich hatte: Der neue Huracán EVO ist da. Tatsächlich hat es der Wagen in sich, denn Lamborghini hat diesmal nicht nur darauf geachtet, ein noch schnelleres, schickeres oder teureres Supercar zu bauen. Der Wagen kommt mit einer Vielzahl an technischen Errungenschaften im Gepäck, die beinahe nach Science-Fiction klingen.

Im Prinzip ist der EVO natürlich trotzdem eine schnellere, schickere Version des Vorgängermodells. Er kommt mit einem 640-PS-Motor sowie einem Drehmoment von 443 lb-ft daher. Moderne Einssaugstutzen aus Titan sowie eine „überarbeitete, leichtgewichtige Auspuffanlage“ brezeln das Leistungsspektrum des Originals noch einmal ein stückweit auf. Damit bringt der neue Huracán auch weniger auf die Waage als sein Vorgänger.

3134 Pfund wiegt der EVO, was ihm ein Verhältnis von 4,9 Pfund Gewicht pro Pferdestärke verleiht. Das katapultiert den neuen Huracán in 2,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Der signifikante Unterschied zum Vorgänger liegt jedoch in der eingebauten K.I. des Huracán EVO. Die nennt sich Lamborghini Dinamica Veicolo Integrata (LDVI) und überwacht konstant das dynamische Fahrverhalten des Wagens.

Ich sehe, was du tun wirst

Es ist ein zentralisiertes Verarbeitungssystem, das anhand der Auswertung von komplexen Sensoren und Gyroskopen im Wagen und der vollständigen Überwachung jedes Aspekts des EVO gelinde gesagt „in die Zukunft schauen“ kann: LDVI wird mit den Daten der Echtzeitüberwachung des Wagens hinsichtlich von quer-, längs- und vertikaler Beschleunigung sowie Roll-, Neigungs- und Gierraten von Chassis, Karosserie und Fahrwerk gefüttert.

Auf Basis dieser Informationen wird jede der nächsten Bewegungen des Fahrers und seiner dynamischen Entscheidungen im Verkehr „vorausgeahnt“ und die „magnetorheologische Aufhängung“ sorgt auf Basis dieser Informationen für eine „perfekte Fahrdynamik“ und unterstützt, was man sowieso vorhatte. Gepaart mit einer Traktionskontrolle, die es im Extremfall sogar möglich macht, lediglich ein einziges Rad anzusteuern, soll der Fahrer so für jede Lage gewappnet sein.

Auch der Look des Huracán EVO weicht in Details vom Vorgänger ab, insbesondere was die Spoiler-Dynamik betrifft – dies ist wohl dem neuen aerodynamischen Profil geschuldet. Auch die Auspuffrohre sitzen leicht höher als beim Ur-Huracán. Wer sich für den Wagen interessiert, sollte schon einmal sein Sparschwein knacken und 229.000 Euro bereitlegen. Der EVO sollte ab Frühjahr verfügbar sein.

Quelle: lamborghini.com