Alle Jahre wieder: die Osterferien stehen bevor, der erste richtige Urlaub des noch jungen Jahres – und in etlichen deutschen Bundesländern steigen die Spritpreise. Doch ist das so, oder gehört dieser Eindruck ins Reich der Mythen? Dass dem beileibe nicht so ist, sondern der Kraftstoff vor den Ferien gehörig anzieht, zeigt eine neue Studie, hinter der das Internetportal „Cuponation“ steht. Dort hat man die Benzinpreise in zwölf deutschen Großstädten im Verlauf von fünf Wochen genau in Augenschein genommen.

Der Studie zufolge kostete Super E10 am vergangenen Samstag im Durchschnitt 3,3 Cent pro Liter mehr als an den vorherigen Samstagen. In Düsseldorf schlug der Liter Super mit gleich fünf Cent zusätzlich zu Buche, in Karlsruhe war er „nur“ je 0,75 Cent pro Liter teurer. Zwischen diesen beiden Spektren bewegten sich Städte wie Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart, Köln und Frankfurt am Main – doch allen war eines gemeinsam: ein Preisanstieg für Kraftstoff vor den Osterferien. Und das nicht nur bei Super-Benzin, sondern auch bei Diesel, selbst wenn der durchschnittliche Preisanstieg hier mit 0,75 Cent pro Liter geringer ausfiel.

So nennt die Studie „belegbare Preiserhöhungen pünktlich zum Beginn der Schulferien“, lässt aber auch nicht außen vor, dass die Rohölpreise nach Ende März etwas angezogen haben. Auch was die Preisunterschiede zwischen Benzin und Diesel im Allgemeinen betrifft, liefert die Untersuchung interessante Einsichten. So offenbarte die Studie, dass in den untersuchten Großstädten der Kraftstoff nachmittags nach 15:00 Uhr stets günstiger verkauft wird als morgens um 9.00 oder mittags gegen 13:00 Uhr – und zwar beide Sorten. Wer es sich zeitlich leisten kann, geht also besser spät tanken und spart durchschnittlich 1,8 Cent pro Liter Diesel bzw. fast zwei Cent pro Liter Super E10.

Quelle: faz.net