Stress am Steuer, ein Thema, das wohl jeder von uns in der einen oder anderen Form kennt. Eine neue Studie wies nun wenig überraschend nach: Unsere Stimmung am Lenkrad entscheidet darüber, wie gut wir fahren. Die Untersuchung war von Shell bei der University of London in Auftrag gegeben worden, 276 deutsche Autofahrer waren über einen Zeitraum von zwei Wochen untersucht und beobachtet worden. Im Umkehrschluss bedeuten die Ergebnisse der Studie aber auch: Fahrer entscheiden selbst darüber, ob das Pendeln zum Job ihnen Freude macht, oder nicht. 

Ein interessantes Detail, das aus der Untersuchung hervorgeht: Deutsche sind durchschnittlich die effizientesten Autofahrer weltweit (69 von 100 Punkten), lediglich die Fahrer auf den Philippinen überholen uns in Sachen Effizienz mit 72 von 100 Punkten. Die Studie offenbarte ebenso, dass insbesondere soziale Menschen auch mehr Freude am Fahren verspüren – je offener und freundlicher ein Mensch ist, desto leichter und weniger stressig erscheint ihm das Fahren.

Genügend Schlaf und Wasser

Noch dazu schützt es vor Ablenkungen, mit einer glücklichen und entspannten Haltung ins Auto zu steigen – ganz im Gegenteil zu Menschen, die bereits gestresst losfahren. Deren Stresspegel nimmt am Lenker noch zu. Wer sich beim Fahren langweilt oder aus anderen Gründen ungern Auto fährt, fährt in der Regel auch unsicherer und hat ein höheres Stresserleben am Steuer. Sicherer und zufriedener fahren vor allem die, die gerne andere Menschen mitnehmen – viele Studienteilnehmer offenbarten jedoch, dass ihre Fahrsicherheit und Effizienz abnehmen, sobald sie Mitfahrer dabeihaben.
Das Fahrerlebnis wird aber nicht nur durch soziale Faktoren, sondern auch durch den Lebenswandel beeinflusst: Wer genug und gut schläft und sich während der Fahrt mit gesunden Mahlzeiten stärkt, sowie ausreichend trinkt, hat laut den Ergebnissen der Studie ein besseres Fahrerlebnis. Auch ausreichende Pausen und genügend Entspannung sind unerlässlich – so bleibt die Aufmerksamkeit auch für brenzlige Verkehrssituationen erhalten und man bleibt im Ernstfall ruhiger. Was deutsche Autofahrer hingegen keineswegs entspannt: Zeitdruck und das Thema der Parkplatzsuche. Hier entstehen Druck und Ablenkungen, die fühlbar die Leistungsfähigkeit der Fahrer beeinflussen.

Die „Bild“ empfiehlt daher, genügend Schlaf zu finden und sich auch im Alltag zu entspannen, um die Ruhe auf das Steuer zu übertragen. Im Ernstfall, wenn der Stress euch bereits im Griff hat, solltet ihr eure Situation „von außen“ beobachten und euch fragen, warum ihr gerade genau so auf eine Situation reagiert – dies würde Abstand zum eigenen Verhalten verleihen.

Quelle: bild.de