Habt ihr den Eindruck, die Preise an den Tankstellen steigen manchmal sprunghaft an? Experten sind sich sicher: Dahinter steckt ein Preismuster, das anders als erwartet nicht dreimal am Tag, sondern fünfmal am Tag die Preise für Benzin und Co erhöht. Seit dem 30. März 2019, nachdem Aral als erster Kraftstoffversorger eine Vormittagspreiserhöhung um 10:00 Uhr morgens einführte.

Jetzt ziehen andere Tankstellen nach. Daher liegen die Zeiten für höchste Preisersparnisse nun auch anders, jeweils vor dem Preiserhöhungsrunden zwischen 9 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr, 15 und 16 Uhr sowie 20 und 21 Uhr spart ihr am meisten, wie ein Artikel der „Bild“ betont. Die Höhe der täglichen Preisschwankungen an nur einer Tanke kann an nur einem Tag bis zu zehn Cent umfassen.

Computer vs. Computer

Laut Steffen Bock, Geschäftsführer der Spritspar-App „Clever Tanken“, sei Vorsicht geboten – gerade zu Hauptverkehrszeiten könne es zu Preiserhöhungen kommen. Etwa mittags oder gegen 17 Uhr. Experten der Goethe-Universität Frankfurt am Main sind überzeugt: Tankstellen geben gerade alles, der Konkurrenz die Kunden abspenstig zu machen und passen daher die Preise an.

Die Tankstellenbetreiber setzten zudem auf Zeiten, zu denen die Leute das Auto nutzen und auf das Tanken angewiesen sind. Der Zentralverband des Tankstellengewerbes offenbart, dass es diese Entwicklung tatsächlich gibt. Geschäftsführer Jürgen Ziegner gegenüber „Bild“: „Mit der Verfeinerung der Pricing-Software und mithilfe des totalen Überblicks über die Wettbewerbspreise schaffen die großen Gesellschaften es immer besser, das Spiel zu verfeinern, also auch weitere Zyklen einzubauen.“

Verantwortlich dafür sind Computer, die auf automatisierte Preisveränderungen durch andere Computer reagieren – und dann die Preise der eigenen Tankstellen angleichen.

Quelle: bild.de