'Don't Drink an Drive' heißt es, und es steht hier auch nicht im Geringsten zur Debatte, dass Alkohol am Steuer gelinde ausgedrückt eine absolute Scheißidee ist. Einer Studie aus England zufolge, ist gar nichts zu trinken jedoch genauso gefährlich.

Dabei ging es aber natürlich nicht um Spirituosen, sondern um Fahrer, die grundsätzlich zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, um während langer Touren den Harndrang möglichst gering zu halten. Und wie sich zeigte, hat Dehydrierung ebenso gravierende Auswirkungen auf das Fahrverhalten, wie Alkohol.

Zu dem Ergebnis kamen die Wissenschaftler der Loughborough Universität, indem sie zwölf Freiwillige an zwei verschiedenen Tagen in einen Fahrsimulator setzten. Die Strecke war jedes Mal gleich, gefahren wurde jeweils mit niedriger Geschwindigkeit, an Tag Eins erhielten die Testpersonen aber 200 Milliliter Wasser, an Tag Zwei lediglich 25 Milliliter. Während nun in der ersten Runde im Schnitt 47 Fahrfehler gezählt wurden, kamen die gleichen Probanden am nächsten Tag auf satte 101 Fahrfehler, und bewiesen damit die gleiche Fahruntüchtigkeit wie Autofahrer mit zu viel Promille im Blut.

Laut den Forscher liegt diese Tatsache darin begründet, dass Dehydrierung zu einer verminderten Aktivität des Gehirns, einem Rückgang der Wachsamkeit und einer Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses führt.

Gut zu wissen! Plant also für die nächste lange Strecke sicherheitshalber ein paar Pinkelpausen mehr ein. Denn besser man kommt später an, als nie!