Der Diesel hat ein stürmisches Jahr hinter sich, doch viele glauben dennoch an ein Comeback. Nicht so eine aktuelle Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Tage des Dieselmotors gezählt sind. Unter anderem trägt daran die Umrüstung großer Betriebswagen-Flotten die Schuld. Für Händler soll mit 2018 ein noch magereres Jahr in Sachen Diesel anbrechen… 

Das ist das Ergebnis der Untersuchung der Beratungsgesellschaft PwC. Nach deren Einschätzung wird es auch kein Diesel-Comeback mehr geben, selbst wenn die gefürchteten Fahrverbote nicht umgesetzt werden. Unter anderem wegen der seit Monaten sinkenden Restwerte für gebrauchte Fahrzeuge, die sich negativ auf Leasing- und Finanzierungsraten auswirken würden, so das Fazit der Studie.

2023: Nur noch jeder vierte Wagen ein Diesel

Die größten Betreiber von Dienstwagen-Flotten setzten bislang aus Ersparnisgründen stets auf den Diesel, doch genau diese Großabnehmer rüsten nun auf Benziner oder Hybrid-Autos um. Analyst Christoph Stürmer dazu: „Die Änderung der Restwerte ist ein struktureller Effekt, der nur schwer umkehrbar sein dürfte.“ 2018 werde ihm zufolge möglicherweise noch schwieriger für die Händler, da eine ganze Menge Rückläufer sich auf dem Markt ankündigten, welche lediglich die alte Euro-5-Abgasnorm erfüllten – der Markt werde von Gebraucht-Dieseln überflutet.

Bei PwC ist man überzeugt: Nur noch 40 Prozent der Neuzulassungen in Europa werden 2018 Diesel sein – dieser Anteil hatte 2016 noch 49 Prozent betragen. 2023 könnte er sogar auf bis zu 37 Prozent sinken – leichte Nutzfahrzeuge inklusive. Dann wäre bei den Pkw sogar nur noch ein Viertel der Fahrzeuge (27,2 Prozent) mit einem Dieselantrieb ausgestattet.

Quelle: n-tv.de