Die Zahl illegaler Autorennen auf deutschen Straßen steigt und mit ihr auch die der Unfälle und Todesopfer, welche damit in Zusammenhang stehen. Mit einer Verschärfung des Strafkataloges möchte das Land Nordrhein-Westfalen Rasern nun nachhaltig das Handwerk legen und stößt damit auf eine breite Zustimmung der anderen Bundesländer.

Wer an illegalen Autorennen teilnimmt, soll demnach in Zukunft bis zu drei Jahre Haft bekommen und dauerhaft den Führerschein verlieren! Wie die Rheinische Post berichtet, soll ein entsprechender Gesetzesantrag am Freitag im Bundesrat durchgesetzt werden. Die Länder Bayern, Hessen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern hätten bereits Zustimmung signalisiert.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hält die bisherigen Bußgelder für „wirklichkeitsfremd“:
Denn Raserei ist russisches Roulette, allerdings ist der Spieleinsatz das Leben der anderen.

Derzeit werden 400 Euro plus einen Monat Fahrverbot für Raser fällig und rund 500 Euro für Veranstalter von illegalen Rennen.

Auch das Land Niedersachsen hat Mitte Juni eine drastische Erhöhung der Bußgelder bei Verkehrsvergehen gefordert und einen Antrag angekündigt, der bereits für Tempoverstöße ab 20 Kilometer pro Stunde ein Bußgeld von 1000 Euro vorsieht. Dies entspricht einer Verzehnfachung der bisherigen Strafen.

Noch ist allerdings nichts durch. Zunächst wurde eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, die bestehende Bußgeldverordnung zu überprüfen und bis zur Herbstsitzung eine Einschätzung darüber zu geben, ob der Katalog verschärft werden müsse.