Jeden Tag werden in Deutschland beinahe 100 Autos geklaut. Insbesondere in Ostdeutschland, Berlin, Aachen, Hamburg, Hannover, Bremen, Köln, Duisburg und Leipzig sieht die Lage alles andere als rosig aus. Das ist das Ergebnis einer Erhebung, die vom Vergleichsportal „billiger.de“ anlässlich des Stichtages für den Kfz-Versicherungswechsel durchgeführt wurde.

Die Schadenssumme sprengte dabei eine Rekordmarke: 537 Millionen Euro Schaden entstanden bundesweit durch die Diebstähle, allein 300 Mio. Euro davon entfielen auf 100 Städte, deren Daten für die Studie schwerpunktmäßig untersucht wurden. Daraus wurde ein Ranking der Diebstahlshochburgen erstellt. Basis bildete nicht die Einwohnerzahl, sondern die Anzahl der zugelassenen Kfz.

Demnach ist Berlin Hochburg des Autodiebstahls, 2016 erwischte es bei je 100.000 zugelassenen Kfz 572 Autos – ein Gesamtwert von 7349 Straftaten und damit satte 484 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Platz 2 geht an Aachen: 565 Wagen je 100.000 gemeldete Fahrzeuge hieven die Printen-Metropole beinahe auf Berlin-Niveau. Bronze gab es für Frankfurt an der Oder: 524 Diebstähle je 100.000 zugelassene Autos.

Es folgen Potsdam (324/100k), Leipzig (289/100k) und Hamburg (282/100k). Lediglich in Süddeutschland können Autobesitzer ihr Kfz entspannter parken, in Baden-Württemberg und Bayern steht der Wagen gut. Im Städtevergleich etwa hält sich Reutlingen mit gerade mal acht gestohlenen Autos (12/100k) an der Spitze. Auch in Passau, Stuttgart, Rosenheim, Landshut Erlangen und München darf man die Karre getrost stehenlassen.

Wer hingegen bestohlen wurde, hat wenig Grund zur Freude: Nur ein Viertel aller geklauten Autos können tatsächlich wieder aufgefunden werden. Besonders schlimm: Gerade die in der Studie als Diebstahlshochburgen ermittelten Städte sind genau jene, in denen die Aufklärungsquoten für die Kfz-Diebstähle sogar noch unter diesen 25 Prozent liegen. Die entstandenen Sachschäden sind immens, was vor allem daran liegt, dass heutige Autos mit ihren modernen Systemen einen weitaus höheren Sachwert darstellen als beispielsweise noch vor 30 Jahren.

Besonders beliebt bei den Dieben: VW, Audi, BMW und Mercedes, doch auch Toyotas und Mazdas sind beliebte „Opfer“.