Das Auto ist ja ein kleines, in sich geschlossenes Ökosystem. Sobald man eingestiegen ist und die Tür geschlossen hat, haben außer den Regeln der Physik keinerlei Gesetze mehr Geltung als die des Fahrers. Da aber auch der Beifahrer zuweilen Anspruch auf den Thron erhebt, kommt es irgendwann unweigerlich zu Konflikten. Insbesondere dann, wenn es sich bei dem Regenten und dem Aspiranten um Mann und Frau handelt.

Ein absoluter Klassiker ist die gemeinsame Fahrt in den Urlaub! Oft sind Paare beim Ankommen bereits so zerstritten, dass Entspannung kaum noch möglich ist. Aber woran liegt das eigentlich? Die Herrschaften von Austoscout24 haben mal nachgefragt, worum es bei den Konflikten hauptsächlich geht.

Der Umfrage zufolge liegt Frauen vor allem die Sicherheit am Herzen. Dementsprechend werden 47 Prozent immer dann energisch, wenn es um Themen wie den Fahrstil geht, während 34 Prozent Verkehrssituationen zum Anlass nehmen, sich zu streiten.

Wir Männer möchten dagegen in erster Linie ankommen, weshalb 25 Prozent von uns lieber über den anstehenden Ausflug diskutieren, 19 Prozent über die Anzahl der Pausen und 13 Prozent über die Menge an Konversation. Weitere 28 Prozent drehen am Rad, wenn es zu einem Disput aufgrund unterschiedlicher Ansichten über andere Verkehrsteilnehmer kommt. 22 Prozent der Damen hingegen reizt eine zu späte Abfahrt bis aufs Blut, während 17 Prozent die Gelegenheit für Grundsatzdiskussionen über Beziehung, Familie und Freunde ausnutzen.

Auch missverständliche Navigationsangaben, lärmende Kinder, Musikauswahl und Lautstärke und selbst die Temperaturregelung gaben die Befragten als Streitgrund an. Lediglich 14 Prozent behaupten von sich, nie im Auto zu diskutieren! Auch interessant: Paare ab 40 Jahren streiten sich seltener.

Die Umfrage hat ferner gezeigt, dass im Auto offenbar noch klassische Werte gelten. So gaben 79 Prozent der Männer an, dass überwiegend sie fahren, während dies nur 23 Prozent der Frauen von sich behaupten. Auch die Wegfindung ist mit 73 Prozent fest in männlicher Hand. Die Verpflegung ist indes mit deutlichen 69 Prozent Frauensache. Allerdings gleichen sich die Zahlen immer mehr an, je jünger die Befragten waren. Womöglich streiten sie sich deshalb auch häufiger, aber das ist nur eine Vermutung.