Viele von euch werden nun sicherlich die Augen verdrehen, schließlich ist das Thema ein alter Hut. Weiß doch jeder, dass man beim Autofahren die Finger vom Smartphone lässt! Tja, falsch gedacht! Einer Studie zufolge ist diese an sich recht einfach zu verstehende Tatsache nämlich leider noch nicht tief genug ins kollektive Bewusstsein eingedrungen.

Es muss ermüdend für die Verkehrspsychologen der Technischen Universität Braunschweig gewesen sein, ganze 12.000 vorbeifahrende Autos zu beobachten, doch am Ende hatte sie ihr Ergebnis: 4,5 Prozent der Fahrer hantierten während der Fahrt mit ihrem Mobiltelefon herum. Ein Anteil, der höher ist als der an telefonierenden Fahrern.

Als Gründe für die riskante und zudem unzulässige Handynutzung nennt der Leiter der Studie und Verkehrspsychologie-Professor Mark Vollrath die gestiegene Zahl von Smartphones sowie mangelndes Problembewusstsein der Verkehrsteilnehmer.

„Den Leuten scheint nicht klar zu sein, wie gefährlich gerade das Tippen auf dem Handy ist.“

Beim Schreiben einer Nachricht auf dem kleinen Alleskönner steigt das Unfallrisiko auf das Sechs- bis Zwölffache. Zwar konnte derartiges Fehlverhalten bisher lediglich in 0,1 Prozent der Fälle als Ursache nachgewiesen werden, jedoch gilt die Erfassung der Polizei in dieser Angelegenheit als lückenhaft.