„Dem automomen Fahren gehört die Zukunft.“ Zumindest für eine knappe Stunde. Denn genau so lange hat es gedauert, bis ein selbstfahrender Shuttle-Bus in den USA kaputtging. Schuld war mitnichten der Roboter, sondern der Crash war eine Folge menschlichen Versagens. Ein gutes Licht wirft der Vorfall dennoch nicht auf die Selbstfahrer.

Gerade mal eine Stunde, dann war der selbstfahrende Bus der Betreiber AAA und Keolis in Las Vegas auch schon in einen Unfall mit einem Truck verstrickt. Der Schwerlaster bog von einer Entladestation in den fließenden Verkehr ein, das Shuttle mit acht Passagieren ging in die Eisen. Der Truckfahrer übersah das Fahrzeug scheinbar und nahm dessen Kotflügel mit. Verletzte gab es keine, dafür wusste einer der Passagiere gegenüber dem Portal „Techcrunch“ zu berichten, wie sich das Gefährt im Ernstfall verhielt:

Statt ein paar Meter zurückzusetzen, als sich der Truck näherte, blieb das Fahrzeug nämlich stoisch an Ort und Stelle. Laut dem Betreiber AAA im Grund richtiges Verhalten, die Schuld liege beim LKW-Fahrer. Auch die Stadtverwaltung von Las Vegas pflichtet bei: „Das Shuttle folgte nur seiner Programmierung, vor Hindernissen zu halten. Hätte auch der LKW solche Sensoren, wäre nichts geschehen“, so kommentierte ein Sprecher des Unternehmens. 
Die Software treffe keine Schuld, sie müsse nur noch lernen, auch menschliche Fehler einzukalkulieren. In der Schweiz fahren die Selbstfahrer-Shuttles übrigens seit 2016 recht erfolgreich, beispielsweise in Sitten.

Quelle: wired.de