Schon 270.000 Täter erwischt: KI-Kamera erkennt Autofahrer mit Handy am Ohr – Nach wie vor gibt es viel zu viele Autofahrer, die während der Fahrt unerlaubt ihr Handy nutzen. In Australien kommen deshalb nun spezielle Kameras mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz, die in der Lage sind, Fahrer mit einem Handy am Ohr zu erkennen. Weltweit ein Novum, welches bereits Zehntausende Täter überführen konnte.

130 Millionen bislang überprüfte Autos förderten laut der BBC über 270.000 Autofahrer zutage, die während der Fahrt ihr Handy illegal nutzen.

Seit März werden vonseiten des Bundesstaates New South Wales für dieses Vergehen Bußgelder fällig, nachdem ertappte Fahrer in den ersten drei Monaten nach der Einführung des neuen Systems lediglich eine Ermahnung kassierten.

Dieses hatte zuvor schon im Zuge einer Testphase im Jahr 2019 mit Erfolg 100.000 Autofahrer ausmachen können, die während der Fahrt mit dem Handy zugange waren.

Andrew Constance, der zuständige Verkehrsminister, erklärte gegenüber der BBC, welche als erstes über die Ergebnisse der Auswertung berichtet hatte:

„Einige Leute haben offenbar die Regelungen nicht verstanden, wie sie ihre Telefone legal und sicher benutzen können. Falls diese Leute denken, dass sie die Sicherheit ihrer selbst, ihrer Beifahrer und der anderen Verkehrsteilnehmer weiterhin ohne Konsequenzen gefährden können, drohen ihnen nun harte Sanktionen.“

Bis 2023 will das Verkehrsministerium das Überwachungssystem auf insgesamt 45 KI-Kameras aufstocken. Laut der Behörde handelt es sich bei dem Erkennungssystem um eine Weltneuheit, welche mit hochauflösenden Kameras bei „allen Wetterbedingungen“ Fotos vom Innenraum der Fahrzeuge machen könne.

Auf der Webseite des Ministeriums heißt es dazu: „Bilder, bei denen es das automatisierte System für wahrscheinlich hält, dass sie einen Fahrer zeigen, der illegal mit einem Mobiltelefon hantiert, werden von autorisiertem Personal überprüft.“

Fahrer, die daraufhin einer Tat überführt werden, müssen umgerechnet 290 Euro zahlen und erhalten Strafpunkte.

Quellen: stern.de , bbc.com