Schluss ab 2026: Audi stellt Verbrenner-Produktion ein – Schon länger geistert der „Tod des Verbrennungsmotors“ durch den Blätterwald, EU-Normen setzen die Autobranche unter zunehmenden Druck. Nun wird es ernst. Insbesondere für Audi-Fans, denn bei den Ringträgern wird bald Schluss mit herkömmlichen Verbrennern sein: Ab 2026 sollen Neuwagen mit Diesel- und Benzinmotoren bei der Traditionsschmiede aus Ingolstadt der Vergangenheit angehören.

Auch Hybridfahrzeuge stellt man bei Audi ein, wie „Bild“ berichtet. Mit dem SUV Q5 soll 2026 der letzte Wagen mit herkömmlichem Motor auf den Markt drängen und bis 2033 laufen, wie es in dem Artikel heißt. Zwar werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die vor 2026 eingeführt wurden, dann noch verkauft, jedoch keine neuen Varianten hergestellt.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern in die Zukunft

Audi-Boss Markus Duesmann habe einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge am Donnerstag, den 17. Juni die neue Unternehmensstrategie dem Top-Management unterbreitet. Am Mittwoch davor hatte man im Aufsichtsrat das Thema besprochen. Die Mitarbeiter sollen in den kommenden Tagen offiziell informiert werden, man möchte mit ihnen gemeinsam Audis Zukunft planen.

Dies gelte auch für solche Mitarbeiter, die heute noch an Verbrennungsmotoren und Abgasanlagen für die Fahrzeuge des Unternehmens arbeiten. Hinter den Plänen stehe auch der VW-Vorstandschef Herbert Diess, der für den Wechsel von Markus Duesmann von BMW zu Audi verantwortlich zeichnet. VW fährt ebenfalls ein Programm namens „Accelerate“.

Rascher Wechsel

Der Name des Programms bedeutet so viel wie „beschleunigen“ – und betont, dass man bei VW bis 2030 bis zu 80 Prozent seiner Fahrzeugverkäufe als E-Autos abwickeln möchte.

Weltweit setzt sich wohl eine als mittlerweile alternativlos betrachtete Perspektive der Reduktion von CO2-Emissionen durch, die die Autobranche zum Handeln bewegt. So dürfen etwa auch in England ab 2030 keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Unternehmen wie etwa Renault oder Daimler wollen Berichten zufolge ebenfalls eine vollkommene Umstellung auf Antriebe ohne Emissionen.

Am 14. Juli tritt die EU-Kommission zur Vorlage ihrer neuen Pläne für eine CO2-Senkung zusammen. Berichten zufolge sollen die gängigen Regelungen (Stand von 2021), die bis 2030 eine Senkung von 37,5 Prozent CO2 anstreben, durch eine schärfere Lösung mit einer Vorgabe von 60 Prozent ersetzt werden. Zudem gibt es Meldungen, denen zufolge man bis 2035 sogar noch weiter verschärfen möchte.

Neues Ziel dann: 100 Prozent CO2-Reduktion

Sprich: Sollten sich diese Pläne bewahrheiten, dürfte ab 2035 kein einziges Fahrzeug mehr auch nur ein Mikrogramm CO2 ausstoßen.

Quelle: bild.de