Dass so ein Stau weder ein Spaß noch ein Pappenstiel ist, steht außer Frage. Da heißt es: Sitzfleisch und Geduld beweisen und warten, bis es weitergeht. Doch manche Zeitgenossen, die ganz offenkundig die eine oder andere „Nachschulung“ gebrauchen könnten, finden, dass die Warterei für sie nicht gilt. Und wenden, um als Geisterfahrer dem Stau zu entkommen – so geschehen am 11. Juli und von der Polizei sowie Verkehrsteilnehmern auf Video gebannt.

Man traut den Augen nicht, wenn man sieht, wie ein 40-Tonnen-Sattelschlepper mitten im Stau zum Wenden ansetzt. Doch auch PKW-Fahrer wurden auf der A10 bei Brandenburg bei diesem Irrsinn von der Polizei ertappt – die zur Verkehrssicherung unter anderem auch auf Hubschrauber setzt. Die Polizei Brandenburg tadelt das Verhalten der Geisterfahrer scharf, da sie nicht nur Regeln brechen, sondern durch die Nutzung des Standstreifens auch Leben riskieren.

Bis zu fünf Jahren Haft

Wie rücksichtslos sich ungeduldige Autofahrer verhalten können, um selbst schneller voran zu kommen oder den Stau zu meiden, zeigen die Aufnahmen in unserem Video. Im schlimmsten Fall gefährden Sie damit das Leben der Verunfallten oder Unbeteiligter! Das Fahren auf dem Standstreifen ist kein Kavaliersdelikt. Dieser ist ausschließlich als Pannen- und Notfallreserve vorgesehen“, heißt es in einem Facebook-Posting der Behörde.

Die am 11. Juli ertappten Geisterfahrer kommt ihr Verhalten indes teuer zu stehen, hochauflösende Heli-Kameras haben Fahrzeuge und Kennzeichen festgehalten. „Das Wenden oder Rückwärtsfahren auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden“, so das Fazit der Gesetzeshüter.