Der Verfasser dieser Zeilen weiß nicht, ob das heute noch gilt, aber früher sprach man bei Mercedesfahrern oft von „eingebauter Vorfahrt“. Ob böses Vorurteil oder nicht – in diesem Video beruft sich ein Benzfahrer auf genau diese. Er nimmt eine Abkürzung, um schneller durch den Verkehr zu kommen, und macht dabei die Fahrradspur dicht – das passt dem Filmer dieses Videos sogar nicht. Plötzlich schlägt das Karma zu.

Der Fahrer der grauen Mercedes A-Klasse beschloss wohl, dass eine Autoschlange an einer vielbefahrenen Kreuzung in der englischen Metropole London für ihn ein lästiges Hindernis sei, an dem er nicht wie der Rest der Autofahrer warten müsse. Kurzerhand zog er auf die Gegenspur rüber und nahm den speziell gekennzeichneten Fahrradweg, um abzukürzen. Damit machte er sich keine Freunde.

Der Mann mit der Helmkamera stoppte den Mercedes

Der Grund: „Störung der öffentlichen Ordnung“ – im Vereinigten Königreich erfüllt das sogar den Straftatbestand. Der Mercedesfahrer sah das so gar nicht ein. Er versuchte sogar, den Filmer aus dem Weg zu schieben, touchierte ihn mit der Front seines Wagens. Nichts davon nützte, der erboste Radfahrer gab den Weg nicht frei.
Schließlich drohte die Lage zu eskalieren, Mr. Mercedes stieg aus und drohte. Hätte er besser gelassen, denn nur ein paar Sekunden später lieferte ihm das Karma die Antwort auf sein Verhalten – als wie auf Kommando die Polizei eintraf.

Wir fragen uns nur: Hat der Radfahrer die ganze Zeit auf den Wagen gewartet? Ist es sein Job, an einer Kreuzung zu stehen und auf Leute zu harren, die an der Schlange vorbeiziehen? Scheinbar passiert das Ganze an der Stelle dermaßen häufig, dass es dem Radfahrer langte und er beschloss, sich zumindest einen der Autosünder vorzuknöpfen.