Quantensprung in der E-Mobilität: Fabrik für Feststoffbatterien in Salzgitter geplant: In Sachen Akkutechnologie gilt die Feststoffzelle als das nächste große Ding (MANN.TV berichtete). Experten sprechen gar von einem Quantensprung.

Der Batterie-Spezialist QuantumScape hat bereits Ende letzten Jahres mit ersten Erkenntnissen und Leistungsdaten zu einem entsprechenden Prototypen von sich Reden gemacht. Nun soll in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern eine Batteriefabrik in Salzgitter aufgebaut werden. Dort soll die sogenannte Feststoffbatterie, eine Weiterentwicklung der zurzeit gängigen Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos, dann in Serie gefertigt werden.

Zunächst steht aber zur Erprobung der Technologie eine Pilotlinie mit einer jährlichen Produktionsleistung von einer Gigawattstunde (GWh) auf dem Programm

Das alleine entspräche bereits „Batterien für 20.000 Pkw mit jeweils 50 kWh Akku“, erklärte der Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer Ferdinand Dudenhöfer in einem Interview mit „n.tv.de“. Im nächsten Schritt soll dann die jährliche Leistung auf 20 GWh ausgebaut werden, „also Batteriezellen für 400.000 Autos mit jeweils 50 kWh Akku“.

Dudenhöfer nennt drei große Vorteile der neuen Technologie

Zum einen könnte man ein Elektroauto dank der Feststoffbatterie in Zukunft „fast so schnell laden, wie Sie jetzt Sprit tanken“. Zweitens übersteige die Lebensdauer eines solchen Akkus selbst die des eigentlichen Autos, und drittens benötige die Batterie deutlich weniger Platz und habe weniger Gewicht.

„Ein Elektroauto mit 1.000 Kilometern Reichweite wird damit kein Problem mehr sein.“

Zuvor hatte der Experte seine Begeisterung über das Vorhaben von VW und QuantumScape bereits via Twitter geäußert. Gegenüber „n.tv.de“ erklärt er:

„Die E-Mobilität bekommt einen großen Schub. Das ist gut, weil die Batterien beim Elektroauto immer noch der Punkt sind, der wesentlich verbessert werden muss. Mit der Feststoffbatterie gelingt dieser Quantensprung. Es könnte der Tod der Brennstoffzelle in mobilen Anwendungen werden.“

Quelle: elektroauto-news.net