Porsche hat gerade einen Rückruf für alle 305 Exemplare des legendären 918-Hybrid-Supersportwagens bekanntgegeben: Aufgrund eines möglichen Herstellungsfehlers der Verbindungswellen, der zu einem Bruch der Federungslenker führen könnte. Der freiwillige Rückruf fußt auf Bauteilen der Hinterradaufhängung, die im Laufe der Zeit reißen könnten, was die Handhabung des Autos beeinträchtigen würde. Der Rückruf wurde als Vorsichtsmaßnahme und nicht aus reiner Notwendigkeit getätigt.

„Eine intensive Analyse ergab, dass die Verbindungswellen der Längs- und Querlenker anfällig für kathodische Spannungsrisskorrosion sind“, so ein Porsche-Sprecher. „Aus diesem Grund kann die Langzeitbeständigkeit dieser Komponenten in den betroffenen Fahrzeugen nicht gewährleistet werden. Wenn die Verbindungswellen der Längs- und Querlenker Risse entwickeln, kann das Fahrverhalten des Fahrzeugs unter extremen Bedingungen (z. B. beim Einsatz auf der Rennstrecke) beeinträchtigt werden, was das Unfallrisiko erhöht.“

Alle Rückrufarbeiten werden wie üblich kostenlos durchgeführt. Autorisierte Porsche-Händler werden die Steuerarme der betroffenen Fahrzeuge durch eine stärkere, überarbeitete Komponente ersetzen. Das Unternehmen wird die Besitzer der 305 zurückgerufenen Fahrzeuge per E-Mail über das Problem informieren. Diese können dann einen Servicetermin mit ihrem Händler vereinbaren. Porsche sagte, dass keine Zwischenfälle, Unfälle oder Verletzungen mit fehlerhaften Steuerarmen in Verbindung gebracht wurden. 

Für den 918 Spyder gab es bereits Vorfälle von Rückrufen: Er wurde für zwei separate Probleme im Zusammenhang mit fehlerhaften Chassiskonstruktionen und defekten hinteren Querlenkern im Jahr 2014 zurückgerufen. 2015 gab es ein Problem im Zusammenhang mit dem Kühl- und Kabelbaum sowie 2016 mit defekten Sicherheitsgurtschrauben.

Quelle: carbuzz.com