Porsche: Geldbuße in Millionenhöhe für Sportwagenhersteller – Jetzt hat es die Porsche AG erwischt, nachdem die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen steuerlicher Unregelmäßigkeiten gegen den Sportwagenhersteller ermittelte. Es wird eine saftige Geldbuße in Höhe von 40 Millionen Euro fällig, aufgrund „fahrlässiger Verletzung von Aufsichtspflichten im Unternehmen“ bezüglich der Jahre 2009 bis 2016.

Die Porsche AG hat die Geldbuße bereits akzeptiert, wobei die 40 Millionen Euro an das Land  Baden-Württemberg gehen werden. Damit endet nun offiziell das „Porsche-Verfahren“ der Staatsanwaltschaft Stuttgart mit einem rechtskräftigen Urteil. Diesbezüglich wurde allerdings auch das personenbezogene Bußgeldverfahren gegen sechs aktuelle sowie ehemalige Vorstände der Porsche AG eingestellt.

Keine individuellen Verantwortlichkeiten festzustellen

Dazu zählen unter anderen Matthias Müller und Oliver Blume, die nicht wegen des Verdachts der Verletzung der Aufsichtspflicht belangt werden. Die Staatsanwaltschaft teilte zwar mit, dass bei den Ermittlungen „konkrete Zuwiderhandlungen auf der Arbeitsebene bei Porsche“ ausgemacht wurden, man aber keine individuellen Verantwortlichkeiten feststellen konnte.

Da es bei Porsche falsche und unvollständige steuerrelevante Buchungen von Beträgen gab, hatte sich der Sportwagenhersteller mit der Steuerersparnis bereichert. Außerdem konnte sich der Konzern so einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen. Im Detail sind rund zehn Millionen Euro Geldbuße für eine Ordnungswidrigkeit zu zahlen, 30 Millionen für den wirtschaftlichen Vorteil, den sich der Autobauer durch das pflichtwidrige Verhalten erschlichen hat.

Weitere Verfahren laufen noch

Allerdings laufen noch weitere Verfahren gegen Porsche, hatte man doch im Mai 2019 Porsche-Büros und Privatwohnungen aufgrund des Verdachts der Bestechung gegen einen Finanzbeamten durchsucht. Zudem stehen weitere Verfahren bezüglich möglicher Abgasmanipulationen bei Porsche an.

Quelle: swr.de