Ohne großartig drum herum zu reden: Das folgende Video soll eine Warnung sein! Von der englischen Polizei in der Hoffnung freigegeben, dass die Bilder als Wachmacher für all diejenigen dienen, die im Straßenverkehr immer wieder dazu neigen, zu pennen. Zu sehen ist, wie ein LKW mit rund 80 Sachen ungebremst ist ein Stauende kracht und dabei einen Kleinwagen zertrümmert. Der Insasse hat glücklicherweise überlebt, was die Bilder jedoch nicht weniger erschreckend macht.

Der Mitte 20-jährige PKW-Fahrer hat zwar einen Schutzengel gehabt, der eine Beförderung verdient, wird den Großteil seiner Zeit jedoch vorerst im Krankenhaus verbringen dürfen, und sicherlich noch lange, wenn nicht gar für immer, an den Folgeschäden leiden. Und das alles, weil der Fahrer des LKWs sich von zwei parkenden Lastern hat ablenken lassen.

Während viele die verhängte Haftstrafe von einem Jahr für den LKW-Fahrer als zu milde kritisieren, wird in den Kommentaren zu den Videos die Forderung nach verpflichtenden Notbremsassistenten für LKWs laut. Aktueller Stand der Dinge: Notbremsassistenten sind seit 2015 für die meisten neu zugelassenen Serien-Lkw über 8 Tonnen vorgeschrieben. Anfang  November 2018 trat zudem die Ausrüstungspflicht für neu zugelassene LKW und Busse über 3,5 Tonnen in Kraft.

Die Vorschrift verlangt von den Systemen allerdings nur eine bestimmte Verringerung der Geschwindigkeit, zum Beispiel bei pneumatischen Bremsanlagen auf ein stehendes Hindernis eine Reduktion um 20 km/h.

Auch wenn die neue Verordnung ein Plus an Sicherheit bedeutet, geht dem ADAC die Regelung nicht weit genug. Neben einer weiteren Verbesserung dieser Werte fordert der Autoclub auch, dass sich Notbremsassistenten grundsätzlich nicht abschalten lassen bzw. nach manueller Deaktivierung selbstständig wieder zuschalten. Denn laut Testergebnissen funktionieren die Systeme überzeugend gut. Wenn sie denn in vollem Umfang zur Anwendung kommen.

Quelle: presse.adac.de