Polizei leitet Ermittlungen gegen Raser ein: Milliardär donnerte mit 417 km/h über A2 – Ein Rauschen ging dieser Tage durch den Blätterwald, nachdem auf YouTube ein Video aufgetaucht war, welches die Runde in den sozialen Medien machte: Es zeigt einen Milliardär, der in einem Hypercar des Typs Bugatti Chiron mit 417 Stundenkilometern selbst einen Porsche, der angeblich 200 Sachen fuhr, hinter sich ließ. Nun hat sich die Polizei in die Situation eingeschaltet – und ermittelt gegen den Bugatti-Fahrer.

Der Tscheche Radim Passer, je nach Quellenlage als „Milliardär“ oder „Multimillionär“ bezeichnet, mag schnelle Autos, wie seine Onlinepräsenzen zeigen – im Juli 2021 donnerte er an einem frühen Sonntagmorgen (er spricht unter dem Video von „4.50 morgens“)  über eine vergleichsweise leere A2 bei Wittenberg, um den 1500 PS starken Chiron zu testen und zugleich, wie er auf seiner YouTube-Seite angibt, ein religiöses und politisches Bekenntnis zu Martin Luther und Jesus Christus abzugeben. Hier findet ihr unseren ausführlichen Bericht dazu.

Vorwurf: illegales Straßenrennen

Obschon die rasante Fahrt schon länger zurückliegt, hat sich aufgrund des seit Jahresanfang vorliegenden Videos nun die Staatsanwaltschaft des Falles angenommen. Am Montag wurden die Ermittlungen aufgenommen, wie „Welt“ berichtet. Ermittelt werde wegen eines illegalen Straßenrennens, wie eine Polizeisprecherin erläuterte. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, um ihn rechtlich zu würdigen.

417 Stundenkilometer auf der Autobahn, das sei nicht zu verantworten, so die Sprecherin der Behörde weiter. Das Bundesverkehrsministerium kommentierte den Vorfall ebenfalls und fand kritische Worte: Eine Sprecherin teilte mit, es werde jegliches Verhalten im Straßenverkehr abgelehnt, das zu einer Gefährdung von Verkehrsteilnehmern führe oder führen könne. Der im Video zu sehende Abschnitt soll laut Passers Video keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzungen aufweisen.

Quelle: welt.de