Es ist der älteste Traum der Menschheit, direkt nach dem Weltfrieden: Ein Automobil, das bei nervigen Staus einfach abheben und fliegen kann. Was dachtet ihr denn, wovon wir reden? Niederländische Ingenieure haben genau das konstruiert: Mit dem Pal-V, einem verkehrstauglichen Automobil, das zugleich eine funktionierende Flugmaschine ist. Im Video erlebt ihr das Teil in Aktion. Nun heißt es nur noch, auf das nötige Kleingeld zu sparen…

Gerad einmal zehn Minuten sollen es dauern, bis der Pal-V sich von einem Auto in eine voll funktionsfähige Rotormaschine verwandelt hat. Eine ebenso plausible wie coole Idee, wie man in dem kurzen Clip sehen kann. Die verwendete Flugtechnik basiert auf dem sogenannten Autogyro-Prinzip. Das bedeutet, dass der Rotor der Maschine nicht motorisiert ist, sondern von der Vorwärtsbewegung und dem Luftwiderstand gedreht wird, und die Maschine so oben hält. Der Vorteil für den Pal-V: Es werden keine starren, im Verkehr hinderlichen Flügel verbaut, Hauptrotor und Mast sind faltbar.

325.000 Euro Listenpreis

Scheinbar bewusst wurde das Fahrzeug dreirädrig konzipiert, um damit gewissen amerikanischen Richtlinien für vierrädrige Automobile ein Schnippchen zu schlagen – ob das mit dem deutschen TÜV und der StVO auch funktionieren würde, wagen wir zu bezweifeln. Die Innenausstattung ist aus feinem Leder, angetrieben wird der Wagen von zwei Rotax-Motoren mit je 100 PS – einer davon treibt den Wagen zusätzlich am Boden an, zwei sind es wohl auch aus Sicherheitsgründen, falls mal einer ausfallen sollte.

Zu kaufen gibt es das Fahrzeug bereits jetzt, es ist keine dieser üblichen „In ein paar Jahren werden wir fliegende Autos haben“-Erfindungen, die nie das Licht der Welt erblicken. Das nötige Kleingeld solltet ihr für euren Traum vom Flugauto jedoch parat halten, in der günstigsten Version kostet der Pal-V als Traum unbegrenzter Mobilität 399,000 US-Dollar, umgerechnet knapp 325.000 Euro. Die Custom-Version in der „Pioneer“-Edition schlägt sogar mit knapp 488.000 Euro zu Buche, lässt sich dafür namensgerecht aber auch an sämtliche Bedürfnisse des Fahrers anpassen.

Wie es mit Flugverbotszonen, Flugscheinen und Luftverkehrsbehörden so aussieht, wissen wir auch nicht, gehen aber davon aus, dass ein Unternehmen, das Fahrzeuge in dieser Preisklasse verkauft, solche „Kleinigkeiten“ bedacht haben dürfte.