Die nächste Baureihe muss zurück auf den Prüfstand. Dieses Mal trifft es Autos des Modells Opel GT. Vermutet wird dabei auch ein jahrelanges Versäumnis, einen gefährlichen Defekt zu entfernen, der möglicherweise schon zu Todesfällen führte.

Beim Opel GT gebe es Probleme bei einem Zündschalter im Zündschloss. Wenn etwas Schweres am Schlüsselbund hängt oder man über Unebenheiten auf der Straße fährt, kann der Zündschlüssel in die „Aus“-Position zurückzuspringen. Das kann in dazu führen, dass eventuell Servolenkung, Bremskraftverstärker oder Airbags ausfallen, was wiederum zu schlimmen Folgen führen kann. In Deutschland sind insgesamt 1200 Fahrzeuge aus den Jahren 2003 bis 2007 betroffen.

Nun wird darüber diskutiert, ob der Konzern einen gefährlichen Defekt in bestimmten Modellen über Jahre ignoriert hat, die sogar zu Todesfällen geführt haben können. Zum Beispiel dem Ableben von Natasha Weigel und ihrer Freundin Amy Rademaker, die in den USA vor acht Jahren tödlich verunglückten, als ihr Chevrolet Cobalt (General Motors) von einer Landstraße abkam und gegen Bäume prallte. Ihr Fahrzeug gehörte zu jenen Modellen, bei denen während der Fahrt die Zündung ausgehen kann.

Im Februar hat General Motors einen Rückruf von 1,6 Millionen Wagen gestartet. Der Konzern selbst führt zwölf Unfalltode auf, die mit dem fehlerhaften Zündschloss in Verbindung stehen. Die Lösung des Zündschlossproblems wird das Unternehmen knapp 100 Millionen Dollar kosten.

Fotos: © GM Company |

Quelle: RP-Online