Neuwagen: Massive Engpässe treffen Kunden – Nach über anderthalb Jahren seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben unzählige Branchen mit massiven Lieferengpässen zu kämpfen. So auch die Autoindustrie, wo es an wichtigen Bauteilen wie Mikrochips und Halbleitern mangelt. Dies führt unter anderem zu merklichen Engpässen bei Neuwagen, was nun auch die Kunden trifft.

Denn wer zurzeit ein neues Auto kaufen will, muss mit immer längeren Wartezeiten rechnen. So sagte Marcus Weller, seines Zeichens Marktexperte beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“:

„Der Bestand bei den Händlern ist ziemlich reduziert“

„Je nach Fabrikat und Modell hat sich die Lieferzeit bei einem Großteil auf drei bis sechs Monate eingependelt. […] Der Bestand bei den Händlern ist ziemlich reduziert.“ Wer sich hingegen eines der Premiummodelle neu anschaffen möchte, muss stellenweise sogar neun Monate bis ein Jahr lang auf seinen Neuwagen warten.
 
Durch den Bauteilemangel drosseln viele Hersteller ihre Produktion, weshalb es unter anderem zu diesen langen Wartezeiten kommt. Stefan Reindl, Leiter des Geislinger Instituts für Automobilwirtschaft, hat derweil keine guten Aussichten für die Branche, sagte: „Die Problematik langer Lieferzeiten könnte sich im Herbst 2021 bis weit ins Frühjahr 2022 verschärfen.“

Elektroautos am stärksten betroffen

Dies hätte auch zur Folge, dass es seltener Rabatte auf den Listenpreis geben wird und auch die Preise für Gebrauchtwagen weiter anziehen werden. Einstweilen versuchen etliche Autohersteller, den Überhang an Nachfragen schnell aufzuarbeiten. So stellen sie bereits bestellte Fahrzeuge mit dem noch vorhandenen Material fertig.

Darüber hinaus grasen Großkonzerne wie Volkswagen und Zulieferer wie Continental weltweit den Markt ab – mit eigens dafür gebildeten Taskforces, um an Restmengen von Bauteilen wie Mikrochips zu kommen.

Besonders stark betroffen von den Engpässen sind derzeit Elektroautos, was zu langen Lieferzeiten führt, da diese im Vergleich zu Verbrennern viel stärker auf Halbleiterelemente angewiesen sind.

Quelle: web.de