Neuwagen: Autopreise sollen in Deutschland stark ansteigen – Wer in diesen Zeiten mit dem Auto unterwegs ist, schaut bei den stetig steigenden Preisen für Benzin und Diesel grimmig auf die Zapfsäule. Doch auch all jene, die vor dem Kauf eines Neuwagens stehen, könnten bald eine böse Überraschung im Autohaus erleben.

Denn nach einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes sollen in den nächsten Monaten auch hier die Preise stark ansteigen. Laut dem Kreditversicherer um ganze vier bis zehn Prozent. Den Grund für den Preisanstieg sieht die Studie in der anhaltenden Materialknappheit bei den Autobauern. Hier ist es besonders der Mangel an dringend benötigten Chips.

Steigende Nachfrage nach Autos

Ein weiterer Grund ist auch die steigende Nachfrage nach Autos, seitdem sich die Corona-Krise entspannt hat. So stieg die Zahl der Auto-Neuzulassungen in Europa um ganze 25 Prozent auf knapp 5,4 Millionen im ersten Halbjahr 2021 – im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2020.

Laut der Studie von Euler Hermes kommen die Autobauer dadurch in Bedrängnis und können mittlerweile die gestiegene Nachfrage immer weniger bedienen, weshalb zugleich an der Preisschraube gedreht werden würde. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich die Preise erst 2022 wieder auf Normalniveau bewegen werden.

Auch Preise beim Unterhalt eines Fahrzeugs steigen

Autohalter oder künftige Neuwagen-Besitzer müssen jedenfalls in allen Bereichen tiefer in die Tasche greifen. Auch in Bezug auf die Kosten beim Unterhalt eines Fahrzeugs, wie die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen. So zahlt man mittlerweile im Schnitt rund 4,6 Prozent mehr bei einer Autoreparatur, fünf Prozent bei einer Inspektion und sogar 2,6 Prozent für Autowäschen.

Quelle: bild.de